Ach, du fröhliche … ist ein deutscher Weihnachtsfilm der DEFA von Günter Reisch aus dem Jahr 1962.
Handlung
Dresden am 24. Dezember 1961: Walter Lörke, Direktor für Arbeit und Kader im VEB „13. August“ muss für einen Kollegen als Weihnachtsmann einspringen und ist froh, nach der Arbeit endlich nach Hause zu fahren, wo er mit seiner Familie geruhsame Weihnachten verbringen will. Die Familie besteht neben der Großmutter aus der gerade 18 gewordenen Tochter Anne und dem jugendlichen Sohn Karl. Walters Frau ist vor einiger Zeit verstorben. Das ruhige Fest wird nicht nur aufgrund Karls verswingter Weihnachtsplatten und der Baumdekoration im Weltraumstil gestört. Tochter Anne erscheint zudem mit kurzen Haaren und der Ankündigung, dass sie einen Freund eingeladen habe – ihren Freund. Walter ist aufgebracht, zumal Anne auch spontan die ungeliebten, da religiösen Nachbarn eingeladen hat.
Beim Weihnachtsessen kommt noch mehr zutage: Anne will ihren Freund Thomas Ostermann heiraten. Einer der Gründe ist ihre Schwangerschaft. Als Thomas, der als Klavierträger arbeitet, dem linientreuen und DDR-verbundenen Walter auch noch ins Gesicht sagt, dass er gegen den Staat ist, verlässt Walter empört die Wohnung. Er geht in eine Kneipe, wo ihm ein betrunkener Ex-Fleischer berichtet, dass Thomas’ Vater Korrektor bei einer Zeitung ist, also auch am Weihnachtstag bis nachts arbeiten muss. Thomas sei ein sehr kluger Schüler gewesen, habe jedoch nicht „schwimmen“ können und daher nicht studieren dürfen. Von Thomas’ Vater erfährt Walter, dass Thomas in der Schule in dem Jungen Nasprzik einen Freund hatte, dessen Eltern in den Westen gegangen sind. Der Freund durfte daher auf Betreiben der Klassenleiterin nicht in die Oberstufe kommen, sodass Thomas zu rebellieren begann. Vom Vater hatte Thomas gelernt, dass der einzige gerechte Kampf der gegen das Unrecht sei; zukünftig wollte Thomas überzeugt werden und fiel den anderen damit lästig. Das Abitur konnte er nur ablegen, weil sich sein Vater für ihn einsetzte. Als Thomas davon erfuhr, zog er erbittert aus der elterlichen Wohnung aus. Seither verabscheut er Protektion und Beziehungen, um sich durchzusetzen. (Quelle: Wikipedia)