Die Texte in dieser jetzt-Ausgabe haben alle mit Drogen zu tun. Dennoch sind nicht Drogen das große Thema dieses Hefts sondern das, was sie auslösen: Gefühle. Die Droge an sich ist banal, nur eine mehr oder weniger komplizierte chemische Formel. Was sie auslöst, kan ungeheuer sein: Nicht nur bei den Konsumenten. Auch
bei jenen, die
damit unfreiwillig konfrontiert sind, oder
bei jenen, die
Drogen
- bekämpfen,
sind starke Gefühle im Spiel.
Deswegen sind die Kapitel dieser Ausgabe jeweils mit einem Gefühl überschrieben: Glück, Nervosität, Ohnmacht, Misstrauen, Zufriedenheit, Aggressivität, Gier und Gleichgültigkeit..
Es ist unmöglich, diese Begriffe mit Leben zu füllen, ohne die simple Wahrheit zu akzeptieren,
dass Drogen in großen Mengen konsumiert werden und Teil unserer Alltagskultur sind. Auch Teil einer von uns bewunderten Popkultur. 90 Prozent der Stars, die für dieses Magazin interviewt wurden, könnten dazu wohl Geschichten erzählen. Ebenso dürften viele jetzt-Leser ihre eigenen Erfahrungen haben. Es macht also keinen Sinn, wieder einmal die übliche Parade bedauernswerter Junkies und auf Ecst asy „Hängen-
gebliebener" vorbeiziehen zu lassen._Auch das ist nur eine Seite der Realität. Die Texte in diesem Heft orientieren sich eher daran, was Martin, 19, in dem mit „Nervosität" überschriebenen Kapitel sagt: „So werden Drogen am Ende total überschätzt oder unterschätzt. Da wird es gefährlich."
jetzt: Süddeutsche Zeitung, Magazin
gutes Exemplar, ordentlich,
- Heft 30 Seiten
- Artikelnummer:
- B00060087
- Gewicht:
- 400 gr