- Umfang/Format: 30 cm
- Anmerkungen: Verbreitungsort(e): Hamburg
- Sachgebiet: Architektur
Ob Gebäude in Würde altern und wie sie die Sinne ansprechen, ist maßgeblich für ihre langfristige Überlebensfähigkeit. In seinem Beitrag übt Juhani Pallasmaa scharfe Kritik an den visuellen Reinheitsgeboten der Moderne und plädiert für eine Architektur, die das Leben mit all seiner Unvollkommenheit ernst nimmt.
Martin Heidegger gehört zu den von Architekten meistzitierten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Doch wie relevant sind seine Ansichten heute noch, da der Massen-Wohnungsbau längst seinen Siegeszug um die Welt angetreten hat? Sie sind hochgradig aktuell, glaubt Adam Sharr: Nur wo das Bauen mit dem Wohnen - und mit der Lebenserfahrung und Wahrnehmung des Einzelnen - verbunden bleibt, können Häuser zur Heimat für Menschen werden.
VELUX Editorial 2
Inhalt 4
VOM LEBEN LERNEN 9
Zu Hause in der Zeit 10
Wohnen mit Martin Heidegger 17
Das Leben des Nutzers 23
NACHHALTIG WOHNEN 28
Montfoort 32
Paris56 Hamburg- 72
LEBENSZYKLEN PLANEN 96
Zeitbasierte Architektur und Mischnutzung 100
Auch schlechte Nachrichten können wertvoll sein109
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Multioptionales Wohnen 119
DAS LEBEN DES ,NUTZERS'
Lange Zeit galt der ‚Nutzer' in der Architektur als Teil einer anonymen Masse, deren statistisch ermittelte Bedürfnisse es zu befriedigen galt. Das hat sich geändert, schreibt Adrian Forty in seinem Beitrag: Schon immer hatten die Bewohner aktiven Anteil an der Produktion, Aneignung und Zerstörung von Gebäuden. Inzwischen wird diese Tatsache auch von Architekten und Wohnungsbaugesellschaften beherzigt.
MONTFOORT
Zehn Reihenhäuser, die stellvertretend für Millionen andere in den Niederlanden stehen, sollen in den kommenden Monaten zu ,Aktivhäusern' umgebaut werden. Anneke Bokern hat sich auf den Weg nach Montfoort gemacht und mit den Bewohnern über ihre Erfahrungen und die Erwartungen gesprochen, die sie mit den Gebäuden verknüpfen.
PARIS
Haben Frankreichs Banlieues eine Zukunft? Wenn ja, könnte diese im Pariser 17. Arrondissement zu suchen sein. Dort haben Frederic Druot und Lacaton & Vassal den Tour Bois-le-Pretre, ein Wohnhochhaus von 1959, für das 21. Jahrhundert ertüchtigt. Karine Dana war für Daylight/Architecturo vor Ort und entdeckte ein Gebäude, das Zukunftsperspektiven bietet, ohne seine Vergangenheit zu negieren.
HAMBURG
Eine sanierte Hamburger Doppelhaushälfte weist den Weg in die Zukunft des Wohnens: Das ,LichtAktiv Haus' im Stadtteil Wilhelmsburg ist CO3-neutral, offen für Tageslicht und frische Luft - und für Lebensstile künftiger Generationen. Anneke Bokern hat das Haus zur Probe bewohnt und die Nachbarn über Traditionen und Veränderungen von Wohnbedürfnissen befragt.
ZEITBASIERTE ARCHITEKTUR UND MISCHNUTZUNG
Gebäude, die langlebig sein sollen, müssen sich verändern können dieses scheinbare Paradox hat sich schon in der Vergangenheit immer wieder bestätigt. In seinem Beitrag analysiert Jasper van Zwol die gesellschaftlichen Triebkräfte, die wandlungsfähige Gebäude erforderlich machen, und die Entwurfsstrategien, mit denen sie sich realisieren lassen.
AUCH SCHLECHTE NACHRICHTEN
KÖNNEN WERTVOLL SEIN
Was wissen wir über die wahren Bedürfnisse der Bewohner von Gebäuden? Noch immer viel zu wenig, glauben Bill Bordass und Fionn Stevenson vom britischen Usable Buildings Trust. Die Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, mehr über die Alltagstauglichkeit von Gebäuden zu erfahren und Bauherren und Planer für dieses Thema zu sensibilisieren.
MULTIOPTIONALES WOHNEN
Die sozialen Bindungen in unserer Gesellschaft lockern sich, Lebensformen sind im Wandel - nur im Wohnungsbau herrscht seit über 50 Jahren Stillstand, wie Günter Pfeifer konstatiert. In seinem Beitrag beschreibt er mögliche Auswege aus dem Dilemma. Der wichtigste davon: ein neues Denken der Investoren und Planer, das den Bedarf an neuen Wohnformen aktiv weckt, statt ihn fortwährend zu verkennen.
gutes Exemplar, ordentlich,
- Verlag:
- [Hamburg] : VELUX Gruppe
- Heft
- Artikelnummer:
- B00070507
- Gewicht:
- 400 gr