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Stettin und Mittelpommern in Farbe : Land an Oder u. Ostsee / Manfred Vollack. Mit Zeichn. von Ernst R. Döring ; Bruno Koglin

Gewicht: 0.4 kg

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  • Umfang/Format: 168 Seiten : 162 Illustrationen (z.T. farbige) ; 24 x 25 cm
  • Anmerkungen: Status nach VGG: vergriffen
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: fester Pappeinband : DM 45.00 3-8083-1080-4 fester Pappeinband : DM 45.00
  • Sachgebiet: Geographie, Heimat- und Länderkunde, Reisen

Die Oder ist nach Rhein, Donau und Elbe der vierte der großen Ströme Deutschlands; auch sie hat einen langen Lauf zurückzulegen, bis sie sich nach 912 km in die Ostsee ergießt. Von den Höhen des Odergebirges herabströmend, tritt sie durch die Mährische Pforte nach Schlesien ein, dieses von sonnigen Fluren bedeckte, gesegnete Land, fließt an Breslau vorbei, der vieltürmigen Hauptstadt dieser Provinz, und nimmt von Süden die Glatzer Neiße, den Bober und die Lausitzer Neiße auf. Unweit von Grünberg erreicht sie die Mark Brandenburg, diese herbe, vom harzigen Duft der Kiefern und von Sumpf und Sand erfüllte Landschaft, aus der vier große Preußenkönige das Herzland Deutschlands gemacht haben. Frankfurt/Oder, die alte Handels- und Universitätsstadt und das traditionsreiche Küstrin, die preußische Festung an Warthe und Oder passiert sie. Nun wälzt sich der Strom durch das weite Oderbruch — einst eine Sumpfwildnis, heute der Gemüsegarten Berlins.
Bald nach Schwedt erreicht sie ihre letzte Etappe — Mittelpommern. Erst hier wird sie zum Strom, ja, nicht genug, sie teilt sich, bildet Nebenarme und muß doch einer ihrer Töchter den Vortritt lassen, der Großen Reglitz. Diese kann gar nicht schnell genug das große Wasser erreichen: Der Dammsche See nimmt sie auf und schickt sie mit seinen eigenen Fluten an die Mutter zurück, die nun ihren Namen aufgibt und gewaltige Ausmaße annimmt. Der Dammansch erweitert sich zum Papenwasser, und dieses fließt zu einem riesigen Haff auseinander, sich an den Inseln Usedom und
Wollin stauend. Nur mühsam zwängen sich die Wasser an diesen vorbei zum großen Meer: Peene, Swine und Dievenow bilden die letzten Kilometer des Oderstromes.
Land an Oder und Ostsee — nur der Zentralraum Pommerns kann von sich sagen, Anteil an der Stromlandschaft und der Küstenzone zu haben. Er ist der wohl vielgestaltigste, interessanteste und geschichtsträchtigste Teil Pommerns, ein Land voller Gegensätze, eine Landschaft der Übergänge, aber — kein Grenzland.
Das ist es erst nach 1945 geworden, ganz gegen seine Natur; denn nur die Ahnungslosen können glauben, daß große Ströme trennen. Düsseldorf, Köln, Mainz, Mannheim und Basel leben davon, daß sie Brückenbauer sind über ihren Rheinstrom. Was wäre Hamburg ohne seine Elbe, und erst Magdeburg und Dresden?
Stettin aber, unserer pommerschen Hauptstadt, hat man diese trennende Rolle zugemutet — doch nicht ganz: Im letzten Augenblick erkannte man in jenem unseligen Sommer 1945 die Brückenfunktion auch dieser Stadt und verschob die teilende Grenze weg von der Oder nach Westen.
Wir' wollenwollen sie überspringen, ganz bewußt in diesem Buch zusammenfügen, was zusammengehört und von anderen 1945 auseinandergerissen wurde: Acht pommersche Kreise, in Geschichte und Gegenwart, rechts und links der Oder, eben — Mittelpommern und sein Herz Stettin.
Manfred Vollack
 

ein paar wenige Anstreichungrn, sonst ordentlich

Verlag:
Mannheim : Kraft
gebundene Ausgabe,
Artikelnummer:
B00072825
Gewicht:
400 gr
Lagerplatz:
L47