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Viele Glieder - ein Leib : Kleinere Kirchen, Freikirchen u. ähnliche Gemeinschaften in Selbstdarstellungen / Hrsg. von Ulrich Kunz

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  • Umfang/Format: 367 Seiten ; 8
  • Erscheinungsjahr: 1953

Wenn bei uns von „den Kirchen" die Rede
ist, so denken wir dabei in der Regel eben
an die evangelische und an die katholische
Kirche und vergessen darüber leicht, daß diese
beiden „großen" Kirchen auch auf deutschem
Boden längst nicht mehr die einzigen sind.
Zum mindesten in unseren Städten, aber weithin auch auf unseren Dörfern finden wir
neben ihnen eine oder gar mehrere Freikirchen vertreten. Sie fallen meist äußerlich
nicht sehr auf, weil sie über keine so imposanten Gotteshäuser verfügen wie vielfach
die beiden großen Konfessionen, und weil
auch ihr Mitgliederstand im allgemeinen
kleiner ist. Aber sie sind da, und es ist zweifellos in ihren Gemeinden oft mehr geistliches Leben vorhanden als in den Gemeinden der Landeskirchen.

Es wäre unverantwortlich, ein solches Buch herauszugeben, ohne sich dieser Frage zu stellen, handelt es sich doch dabei um eine Frage, die letztlich nicht von Menschen — Christen oder Nichtchristen —kommt, sondern die der Herr der Kirche selbst an seine vielfältig zerrissene Gemeinde auf Erden richtet. Darum ist das Schlußkapitel des Buches ganz dieser Frage gewidmet. Seine Überschrift (die zugleich der Titel des Buches ist) nimmt das Wort auf, das einer der Väter der Ökumenischen Bewegung, Bischof Charles Brent, auf der Weltkirchenkonferenz in Lausanne 1927 gesprochen hat:
„Wir Christen sind im Grunde alle Sektierer; denn wir meinen, alle Kirchen müßten sein wie die unsrige, und nehmen nicht wahr, daß derselbe Herr auch in den anderen Kirchen, nur in anderer Weise, wirkt. Warum sollen wir uns denn nicht mit all unserer Verschiedenheit als die verschiedenen Glieder eines Leibes zusammenfinden?"
Wenn sich in diesem Schlußkapitel zu den 17 freikirchlichen Stimmen noch die eines landeskirchlich - lutherischen Theologen gesellt, so nicht, um die im Vorhergehenden dargestellten Kirchen vor den Richtstuhl einer bestimmten Theologie zu fordern, sondern um alle Kirchen — Freikirchen und Landeskirchen — unter das Gericht des Wortes zu rufen, von dem allein sie als Gemeinde Jesu Christi leben können und das alle Theologien und Kirchentümer überdauern wird, weil es in Ewigkeit bleibt.
 

gutes Exemplar, nur kleine Lesespuren,Buchblock altersgemäß gebräunt

Artikelnummer: B00034227
Verlag:
Stuttgart : Quell-Verlag
Artikelnummer:
B00034227
Gewicht:
400 gr