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Sanskrit - Devanagari Teil: / Buch.

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  • Ausgabe: 1. Auflage
  • Umfang/Format: 89 Seiten : Illustrationen
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: kartoniert : EUR 15.40 3-936684-06-5 kartoniert : EUR 15.40

Vorwort
Wer da sagt, Sanskrit zu lernen sei sinnlos, unnötig und schwer, hat recht tut er es aber dennoch, wird sich seine Meinung bald in das Gegenteil kehren. Sicher, wir bräuchten mehr als eine Lebenszeit, wollten wir mit Sanskrit wie mit unserer Muttersprache umgehen. Trotzdem ist es sinnvoll, Sanskrit zu lernen, weil uns das Studium dieser Sprache dazu zwingt, Neuland zu betreten.
Mit dem Klischee bekannter Lerntechniken können wir uns dieser Sprache nicht nähern. Sanskrit kann weder im besitzergreifenden noch A intellektuell verstehenden Sinn gelernt werden. Sanskrit erfordert Imagination und Identifikation, Einssein mit dem Wort, mit der dem Wort sinngebenden Idee. Das Mittel, solche Identität zu erleben, ist der Klang und der Rhythmus des gesprochenen Wortes. Erst wenn der Klang der Sprache deutlich geworden ist, können wir mit der Schriftform beginnen. Dann erkennen wir auch, warum diese Klänge, warum Sanskrit über sehr lange Zeit nur mündlich überliefert wurde.
In der Praxis sieht es so aus, daß ein erwachsener Mensch ohnehin nicht mehr im Stil der Schule und auferlegter Forderungen wegen lernen will. Er lernt aus Freude an der Freiheit seines Tuns. Das Sanskritstudium ist dazu besonders gut geeignet, weil es uns nicht einmal das Schielen auf einen praktischen Nutzen erlaubt. Gelegenheiten dieser Art sind selten, zumal dann, wenn sie ihr natürliches Für und Wider erahnen lassen.
Einen mit Ahnungen ausgestatteten, vielleicht widersprüchlichen aber eigenen Keim zu legen, ist mehr, als das Wissen anderer zu übernehmen. Was der Studierende des Sanskrit erlebt, ist der Durchbruch eigener Einsicht. Natürlich ist es schwer, sich der Unerbittlichkeit der Ordnungskoordinaten einer Sprache zu beugen, wofür Sanskrit bekannt ist. Aber es wird dann leicht, wenn man freudig erkennt, daß es sich nicht zuerst um Ordnungslinien der Sprache, sondern um solche der eigenen Natur handelt. Es gibt sonst keine Sprache, die diese Parallele aufweisen würde.
Wer Sanskrit lernt, studiert nicht nur die Schönheit und Weisheit einer Sprache, er lernt mit jedem Schritt des Studiums einen bisher unentdeckten Bereich seines eigenen Wesens kennen.
Es liegt in der Natur der Selbsterkenntnis, daß ihr Studium - wie das einer Sprache - ein eigenes Schrittmaß hat. Das Studium soll begleitet sein von der Begegnung mit jenen Elementen, aus denen sich diese Sprache entwickelt hat: der Wahrheit, des Friedens und dem Erlebnis von änanda, dem Erkennen der innewohnenden Freude.
Auf sowohl freud- wie auch leidvollem Weg hat sich Jutta M. Zimmermann in den Rhythmus und Sinn der Sanskritsprache vertieft. Sie hat dabei nicht nur viel über eine Sprache, über die Mentalität der Menschen, die sie sprechen, sondern auch über sich selbst erfahren. Der Inhalt ihres Buches legt Zeugnis davon ab, wie Wissen und Weisheit der Sprache und des Menschen zur Einheit werden können.
Rudolf Fuchs
 


gutes Exemplar, ordentlich,

Artikelnummer: B00072807
Verlag:
Stuttgart : Raja-Verl.
broschiert,
Artikelnummer:
B00072807
Gewicht:
400 gr