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Kleineidam, Erich: Universitas studii Erffordensis Teil 1., Spätmittelalter 1392 - 1460

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  • Ausgabe: 2., erweiterte Auflage
  • Umfang/Format: XXIX, 480 Seiten
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: brosch. : M 24.50

Vorwort zur ersten Auflage
Mehr als ein Jahrhundert ist vergangen, seit F. W. Kampschulte den kühnen Versuch unternahm, „die Universität Erfurt in ihrem Verhältnis zu dem Humanismus und der Reformation" zu schildern. Dringend wünsehenswert wäre nach so langer Zeit eine Gesamtdarstellung der Geschichte der Universität Erfurt im Mittelalter. Aber obwohl in den letzten Jahrzehnten eine Fülle von Material erarbeitet worden ist, wird es für längere Zeit noch nicht möglieh sein, eine solehe zu schreiben. Sie müßte vor allem die Entwicklung des geistigen Lebens aufzeigen, das an dieser Universität geherrscht hat. Wir haben aber bisher noch nicht einmal eine genaue Übersicht, welche Schriften der Erfurter Universitätslehrer überhaupt erhalten geblieben sind, geschweige denn, daß sie nach ihrem Inhalt und ihrer Lehrrichtung durchgearbeitet worden sind. Bisher wissen wir nur über die Erfurter Franziskaner-schule Bescheid dank der unermüdlichen Bemühungen Ludger Meiers. Er hat die Arbeit eines Lebens dafür aufgewandt. Ähnliche Forschungen müßten vor allem für die Theologie der Weltpriestertheologen und der Theologen aus dem Augustinereremitenorden geleistet werden. Erst dann ließe sich eine Geschichte der Universität Erfurt schreiben, die zugleich eine Vorgeschichte der Reformation darstellen würde.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist längst nicht so weit gesteckt; sie will nur einen Überblick geben über das Universitätsgeschehen, über die Professoren und die Institutionen, soweit wir heut darüber Bescheid wissen. Sie stellt sich in ihrer Darstellung auf den Standpunkt der damaligen Universität; denn nur so glaubt der Verfasser der Intention der damaligen Zeit gerecht zu werden, wenn er ihr entsprechend und nicht gegen sie schreibt. Eine besondere Berücksichtigung fanden die philosophische und theologische Fakultät, die nun einmal die Grundlage jeder mittelalterlichen Universität sind. Die beiden anderen Fakultäten fanden ihre gebührende Beachtung, weil ohne sie und in Erfurt besonders ohne die juristische Fakultät eine Universitätsgeschichte nieht denkbar ist.
Das Buch möchte Ausgangspunkt für weitere Forschungen sein. Es ist daher nicht in erster Linie als Lesebuch, sondern als Arbeitsbuch gedacht, das Bausteine für eine künftige Universitätsgeschichte beitragen möchte. Es setzt eine allgemeine Kenntnis des mittelalterliehen Universitätslebens voraus. Aus diesem Grunde glaubte der Verfasser die sachliche Übersicht über die Struktur der Erfurter Universität, die erst manche gebräuchlichen institutionellen Ausdrücke erklärt, an zweite Stelle setzen zu dürfen, zumal sie zu ihrem Verständnis die Geschichte der Universität voraussetzt.
Mit Absicht nennt sich das Buch einen „Überblick"; mehr will es nicht sein und mehr sollte man billigerweise auch nicht von ihm verlangen. Der Verfasser ist sich bewußt, daß er längst nicht alles Quellenmaterial, das für eine Geschichte der Erfurter Universität vorhanden sein mag, benutzt hat.

Band 14,

gutes Exemplar, altersgemäß gebräunt, Gesamtzustand gut

Artikelnummer: B00055954
Verlag:
Leipzig : Benno-Verl.
broschiert,
Artikelnummer:
B00055954
Gewicht:
400 gr