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Evangelisches Staatslexikon / Hrsg. von Hermann Kunst u. Siegfried Grundmann in Verb. mit Wilhelm Schneemelcher u. Roman Herzog

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  • Ausgabe: 1. - 7. Tsd.
  • Umfang/Format: LXIV Seiten : 2688 Sp. ; gr. 8
  • Erscheinungsjahr: 1966

Mit dem Evangelischen Staatslexikon setzt der Kreuz-Verlag die Reihe seiner bisherigen Lexika (Evangelisches Soziallexikon, Weltkirchenlexikon, Pädagogisches Lexikon u.a.) fort. Er hofft, damit einen Beitrag zu leisten zu den Fragen, vor die das Verhältnis von Kirche, Staat und Gesellschaft den evangelischen Christen heute stellt. Die evangelische Kirche kann ihren Gliedern die Entscheidungen hierbei nicht abnehmen. Sie müssen sie vielmehr selbst in freier Verantwortung treffen und dabei der Stimme ihres Gewissens folgen. Auch die Denkschriften, die die Evangelische Kirche in Deutschland seit dem Zusammenbruch zu Problemen wie Lastenausgleich, Familienpolitik, Bodenreform. Mitbestimmung, Wiederbewaffnung, Kriegsdienstverweigerung. Eigentumsbildung, Struktur der Landwirtschaft. zur Vertriebenenfrage und zum Verhältnis des deutschen Volkes zu seinen östlichen Nachbarn veröffentlicht hat, konnten nur Hilfe zur eigenen Urteilsbildung für den einzelnen sein. Das gleiche Ziel verfolgen die Herausgeber, die Mitarbeiter und der Verlag des Evangelischen Staatslexikons, indem sie aus den Gebieten der Staatslehre, des Staats- und Staatskirchenrechts, der Politikwissenschaft, der Soziologie, der Nationalökonomie und nicht zuletzt der Theologie die Kenntnisse vermitteln, die als Rüstzeug notwendig sind, um in der verwirrenden Vielfalt der uns bedrängenden Fragen einen freien und geschärften Blick sowie einen eigenen. fundierten Standpunkt zu gewinnen. Verantwortliches Handeln setzt gesichertes Wissen voraus. Das gilt ganz besonders für den evangelischen Christen. Dieses Werk will ihm den Weg dazu weisen!
Aus dem programmatischen Artikel „Der Mensch des technischen Zeitalters in Recht und Theologie':
„Wenn es der modernen Staatslehre auch gelungen ist, die liberale Antinomie von Staat und Gesellschaft zu überwinden, und wenn es auch heutiger Ansicht entspricht, daß der Staat ein Instrument der Gesellschaft zur Bewältigung bedeutender, einer straffen Organisation bedürftiger Aufgaben ist, so erweist doch gerade die Bedrohung des modernen Menschen durch die Naturwissenschaft, die ja nicht nur aus dem staatlichen Bereich, sondern auch aus dem gesellschaftlichen Bereich erstanden ist, daß es dabei nicht sein Bewenden haben kann, sondern daß der Staat seinerseits zugleich Korrektiv der gesellschaftlichen Kräfte, ,besseres Gewissen der Gesellschaft' sein muß. Gerade in dieser Aufgabe des Staates, konkret gesprochen der staatlichen Organwalter, liegen ja der fortbestehende Sinn der Repräsentation in der egalitären Massengesellschaft der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts und die Würde der Berufung in ein staatliches Leitungsorgan und darüber hinaus auch der Sinn des unangetasteten Grundsatzes, daß der Staat, obwohl primär Instrument der Gesellschaft, über die sogenannte Kompetenz-Kompetenz verfügt, d. h. über das Recht, seine Aufgaben und den Umfang ihrer Erledigung selbst zu bestimmen." Professor Dr. Roman Herzog
 

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Artikelnummer: B00032931
Verlag:
Stuttgart ; Berlin : Kreuz-Verlag
Artikelnummer:
B00032931
Gewicht:
1900 gr