- Umfang/Format: 272 Seiten ; 22 cm
- Erscheinungsjahr: 1990
- Schlagwörter: Deutschland (Bundesrepublik), ; Katholische Kirche, ; Kirchensteuer, Deutschland (Bundesrepublik), ; Evangelische Kirche, ; Kirchensteuer
Was ist von einer Republik zu halten, in der die Bürgerinnen erst Unterschriften sammeln oder einen Verein gründen müssen, damit ihre Kinder einen konfessionslosen Kindergarten besuchen können? In der kirchliche Kindergärten zum Regelfall gemacht und dabei zu 80 Prozent von der öffentlichen Hand finanziert werden? Wer sich in der Bundesrepublik umsieht, könnte meinen, daß unsere Verfassung eine grundsätzliche Trennung von Kirche und Staat gar nicht vorsieht. Keine andere Interessengruppe genießt bei uns eine auch nur ähnliche Bevorzugung: Im Bonner Grundgesetz wird den Kirchen ausdrücklich ein Recht auf Steuereinnahmen bestätigt, die vom weltanschaulich neutralen Staat nötigenfalls durch den Gerichtsvollzieher eingezogen werden. Doch die Kirchen leben nicht allein von der Kirchensteuer, sie erhalten darüber hinaus erhebliche Subventionen aus Steuermitteln, die von allen — auch von Nicht-Kirchenmitgliedern — aufgebracht werden. Mit diesem einzigartigen bundesdeutschen System, das auch im katholischen Ausland Unverständnis hervorruft, leistet sich die Bundesrepublik die teuerste Kirche der Welt.
Nun kann, wer dieses Buch liest, durch Beherzigung der darin enthaltenen Anregungen den Kaufpreis mehrfach hereinholen. Doch der Autor Horst Herrmann möchte mehr. Er möchte sein Buch als Anregung verstanden wissen, selber den Details von »Kirche und Geld« nachzuforschen und die Kriminalgeschichte der Institution mit aufzuarbeiten; aus demokratischem Interesse an dieser Republik.
gutes Exemplar, nur kleine Lesespuren
- Verlag:
- Hamburg : Rasch u. Röhring
- Gebundene Ausgabe
- Artikelnummer:
- B00045588
- Gewicht:
- 400 gr