- Umfang/Format: 240 Seiten ; kl. 8
- Erscheinungsjahr: 1964
Briefgeheimnis
Die erste Pflicht des Staates heißt: Sicherheit seinen Bürgern. In Friedenszeiten heißt das: unter anderem, daß er das Briefgeheimnis schützt und damit eine Atmosphäre des Vertrauens schafft. In Notzeiten kann das bedeuten, daß er sogar die Briefe überwacht, damit keine geheimen Gefahren entstehen.
Auch die Kirche besitzt Briefe, die ihr anvertraut wurden von den Aposteln für ihre Kinder. In satten Zeiten legen diese Kinder der Kirche meist keinen Wert auf diese Briefe. Wenn die Kirche sie vorliest, hören sie kaum hin und entschuldigen sich mit dem Briefgeheimnis. Man versteht sie ja doch nicht, wenn man nicht ein langes Fachstudium hinter sich hat. In Notzeiten des Gottesvolkes muß die Kirche dieses scheinbare Briefgeheimnis aufzuheben versuchen, um die Reichtümer, die in den Briefen stehen, auszuteilen.
Eigentlich ist immer geistige Notzeit, im Frieden wie im Krieg, im Überfluß wie im Hunger. Es ist nur eine verschiedene Not. Darum ist jeder Versuch, das Briefgeheimnis zu lüften und die Epistel zu erklären, zeitgemäß.
gepflegtes Exemplar, nur kleine Lesespuren,Buchblock altersgemäß gebräunt
- Verlag:
- Frankfurt : Main-Verlag
- Artikelnummer:
- B00043031
- Gewicht:
- 400 gr
- Lagerplatz:
- L33