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"Kritische Grammatik" und Künstliche Intelligenz : ein Beitrag zur Bedeutungstheorie / Andreas Baumert

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  • Umfang/Format: 233 Seiten : graph. Darst. ; 21 cm
  • Sachgebiet: Allgemeine und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft ; 28 Informatik, Datenverarbeitung

Abstract
Die Bedeutungstheorie erörtert auf eine prinzipielle Weise die Möglichkeit, die Semantik einer natürlichen Sprache mit formalen Verfahren zu beschreiben. Der Ansatz dieser Arbeit ist das sprachphilosophische Paradigma der Bedeutungstheorie, das Josef Schächter in seinem Buch „Prolegomena zu einer kritischen Grammatik" im Kontext der Diskussionen des Wiener Kreises fragmentarisch entwickelt hat.
Der erste Teil rekonstruiert dieses Paradigma unter Berücksichtigung des Kontextes, wie er auf der Ebene der Sprachphilosophie für die Entwicklung des Paradigmas maßgeblich war. Daraus wird die Hypothese abgeleitet, daß jede formale Bedeutungstheorie — formal im Sinne eines logischen Systems — nur die Semantik eines sprachlichen Konstrukts zu beschreiben und gegebenenfalls zu erklären vermag. Gelänge es nicht, diese Hypothese zu falsifizieren, bliebe formalen Analyseverfahren und Erklärungen in der Bedeutungstheorie letztlich der Zugriff auf natürliche Sprachen verwehrt, mit der Ausnahme definierter sprachlicher Konstrukte.
Aus prinzipiellen Erwägungen ist die Formalisierung der Semantik ein erstrebenswertes Ziel: Formale Verfahren gestatten ein hohes Maß an intersubjektiver wissenschaftlicher Kommunikation der fundierenden Theoreme eines szientifischen Paradigmas.
Im zweiten Teil dieser Arbeit wird ein Ansatz formaler Semantik untersucht, der sich in vielfältiger Weise von Verfahren in Sprachphilosophie und Linguistik abhebt: die kognitionswisscnschaftlich orientierte Forschung auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz. Ergebnisse dieser Forschung müssen formalisierbar sein, damit die Übersetzung einer Theorie in den Formalismus eines Rechners gelingt. Diese Forschung muß zudem interdisziplinär betrieben werden. Das Fachwissen der Informatiker bedarf der Ergänzung durch psychologische, linguistische und sprachphilosophische Theorien, um kognitive Strukturen adäquat modellieren zu können.
Als Ergebnis dieser Untersuchung wird festgestellt, daß gegenwärtige Verfahren der Künstlichen Intelligenz die Hypothese der Inadäquatheit formaler Semantiken noch nicht zu falsifizieren vermögen. Die Forschungsrichtung erhält dennoch die Perspektive, das Problem der Semantik im Rahmen einer interdisziplinären Kognitionsforschung auch mit formalen Methoden zu bewältigen. Gegenwärtig ist aber nicht entscheidbar, ob dieser Weg letztlich zum Erfolg führen wird.
 

gutes Exemplar, ordentlich,

Artikelnummer:
B00073683
Gewicht:
400 gr
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