- Umfang/Format: 42 Seiten : 43 Bl. Abb. mit Text ; 4
- Erscheinungsjahr: 1967
Die indische Miniaturmalerei hat sich ursprünglich aus einer persisch-islamischen Illustrationskunst entwickelt. Eine bedeutende Rolle spielte sie vom sechzehnten bis achtzehnten Jahrhundert an den Höfen der Moghulkaiser und nahm im Geistesleben dieser Zeit einen hervorragenden Platz ein. Da die Maler in der Regel ihre Werke von Fürsten oder Kaisern aufgetragen erhielten, stellten sie vorwiegend höfische Motive dar. Die oft kompliziert zu deutenden Szenen bestechen vor allem durch ihre ungewöhnlich feine Malweise und lassen auf ein hohes maltechnisches Können der berühmten Moghulmaler schließen. Wenn sich der Themenkreis für die Maler auch selten öffnete und einen Ausblick auf das Leben des Volkes ermöglichte, sind die vor einem farbenfrohen höfischen Hintergrund spielenden Szenen, die idyllischen Gartenfeste, die Jagddarstellungen und die Porträts nicht nur stimmungs- und geheimnisvolle Dokumente vom höfischen Leben, sondern auch den kulturellen Strömungen der Zeit zugetan und inspiriert von den volkstümlichsten Werken der Literatur, der Musik, den religiösen Ideen sowie den Theorien der Ästhetik.
Mulk Raj Anand und Hermann Goetz haben 42 Miniaturen der vorzüglichen Sammlung indischer Miniaturen der Staatlichen Museen zu Berlin ausgewählt und beschrieben. Sie verdeutlichen den historischen Hintergrund dieser Malerei, erläutern die Zusammenhänge, die sie mit der indischen Geschichte und Kultur haben und ohne deren Kenntnis kein tieferes Verständnis der indischen Kunst möglich ist.
gutes Exemplar, Einband mit kleinen altersbedingten Spuren
- Verlag:
- Dresden : Verlag der Kunst VEB
- Gebundene Ausgabe
- Artikelnummer:
- B00044898
- Gewicht:
- 400 gr