- Umfang/Format: XIX, 627 Seiten : Mit 698 Abb. in 1032 Einzeldarst.
- Erscheinungsjahr: 1959
Vorwort
Schon immer hat die Chirurgie spezielle Anforderungen an die Röntgendiagnostik gestellt. Das gilt neben den bisher bevorzugten Gebieten besonders für die Thorax-und namentlich für die Herzchirurgie, deren Entwicklung zahlreiche neue Fragestellungen mit sich gebracht hat. So stand auch die Röntgendiagnostik vor der Notwendigkeit, sowohl altbewährte Verfahren zu verfeinern als auch neuartige Darstellungs- und Untersuchungsmethoden auszubilden. Die Beherrschung dieser Methoden und die Kenntnis der durch sie möglichen diagnostischen Aussagen sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine zielbewußte Zusammenarbeit von Chirurgie und Röntgendiagnostik.
Wenn wir unser Buch „Klinische Röntgendiagnostik chirurgischer Erkrankungen" genannt haben, so soll damit sein doppeltes Ziel ausgedrückt werden. Über den Rahmen eines allgemeinen Lehrbuches der Röntgendiagnostik hinaus soll es dem Röntgenologen sagen, worauf es dem Chirurgen im Einzelfalle ankommt und welche Auskünfte er für seine Therapie und speziell für operative Maßnahmen braucht. Andererseits soll unser Buch dem Chirurgen zeigen, was das Röntgenverfahren bei den einzelnen Erkrankungen diagnostisch leisten kann und wo seine Grenzen sind.
Nur durch gegenseitiges Wissen um die Wünsche des einen und die Möglichkeiten des anderen kann die Leistungsfähigkeit der Röntgendiagnostik voll ausgeschöpft werden ; nur dann wird aber auch erreicht, daß unnötige Röntgenuntersuchungen unterbleiben. In der klinischen Zusammenarbeit darf die Röntgendiagnostik nicht zum Selbstzweck werden; jedoch sollte auch der Chirurg, namentlich in der postoperativen Phase, immer daran denken, daß altbewährte Untersuchungsmethoden, wie Perkussion und Auskultation, manche voreilig angeforderte Röntgenkontrolle ersetzen könnten.
Wenn unser Buch mit dazu beiträgt, dieses gegenseitige Verstehen zu fördern, dann erfüllt es seinen Zweck.
Gewisse Überschneidungen waren natürlich nicht zu vermeiden. So mußten — allein aus differentialdiagnostischen Gründen — Krankheitsbilder besprochen werden, die eigentlich nicht als chirurgische Erkrankungen angesprochen werden können. Es wurde aber versucht, dies dann so kurz wie möglich zu tun. So wenig es eine „chirurgische" oder „internistische" Röntgendiagnostik als klar umgrenzte Teilgebiete gibt, so schwierig war es für uns im Einzelfall zu entscheiden, wieweit wir bei der Besprechung nichtchirurgischer Erkrankungen gehen sollten. Wir hoffen aber, einen zweckmäßigen Kompromiß erreicht zu haben.
Auf die Röntgendiagnostik der Neurochirurgie wird nicht näher eingegangen, da sich dieses Sondergebiet infolge seiner sehr speziellen Fragen und Darstellungstechnik mehr oder weniger von der allgemeinen Chirurgie gelöst hat.
Unseren verehrten Lehrern, Herrn Prof. Dr. K. H. BAUER und Herrn Prof. Dr. E. DERRA, danken wir für die großzügige Förderung unserer Arbeit und für ihre wertvollen Ratschläge.
Als Ergänzung zu dem Filmmaterial der Röntgenabteilungen der Chirurgischen Universitätskliniken Heidelberg und Düsseldorf hat Herr Dr. phil., Dr. med. habil. A. OTT großzügigerweise die Röntgenbilder des Zentralröntgeninstitutes der Städtischen Krankenanstalten Mannheim zur Verfügung gestellt. Ein Teil der Bronchogramme in Band I wurde aus der Monographie von STUTZ und VIETEN übernommen. Darüber hinaus stellten uns mehrere hilfsbereite Kollegen, namentlich Herr Prof. Dr. E. STUTZ, noch weitere Bilder zur Verfügung.
gutes Exemplar, Einband mit kleinen altersbedingten Spuren
- Verlag:
- Berlin : Springer
- Gebundene Ausgabe
- Artikelnummer:
- B00044572
- Gewicht:
- 2900 gr