- Ausgabe: 1. Auflage
- Umfang/Format: 252 Seiten ; 21 cm
- Erscheinungsjahr: 1991
- Schlagwörter: Hypochondrie
Ein bourbonischer Prinz, der sich in seinem Rosengarten begießen läßt, weil er Angst hat, auszutrocknen. Darwins Tochter Etty, die sich ein Küchensieb mit antiseptischer Watte umbindet, wenn Besuch kommt, weil sie sich vor Ansteckung fürchtet. Die Dichterin Sara Teasdale, die glaubt, sie bekomme Rheuma, wenn ein Taxi unsanft fährt - das sind extreme Beispiele. Aber Menschen, die sich übermäßig mit ihrer Gesundheit beschäftigen, die fürchten, krank zu werden, oder fest überzeugt sind, es zu sein, auch wenn alle Beweise fehlen, sind zu allen Zeiten weit verbreitet gewesen.
Hypochonder gibt es in allen Gesellschaftsschichten und in allen Kulturen. In einer brillanten Studie verfolgt Susan Baur mitfühlend die Geschichte einer Krankheit, die schon in der Antike beschrieben wurde. Heute wird von medizinischer, psychologischer und soziologischer Seite her nach Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Hypochondrie geforscht. Umfassend beleuchtet die Autorin die Hypochondrie bei Kindern, Erwachsenen und älteren Menschen und die Rolle des Hypochonders in der Familie.
Nur wenn man weiß, was Kranksein gesellschaftlich bedeutet, läßt sich verstehen, daß Hypochondrie eine Form der Streßbewältigung ist, die unter Umständen erträglicher scheint als die Konfrontation mit den eigentlichen Problemen. Und, so Baur, das gängige Fitneß-Ideal unserer Zeit fördert die hypochondrische Gesellschaft.
gepflegtes Exemplar, nur kleine Lesespuren
- Verlag:
- Zürich : Kreuz-Verlag
- gebundene Ausgabe,
- Artikelnummer:
- B00039952
- Gewicht:
- 400 gr
- Lagerplatz:
- SB_1