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Deutschland, deine Schlesier : Rübezahls unruhige Kinder / Hugo Hartung. Mit 29 Ill. von Erich Hölle

Gewicht: 0.4 kg

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  • Ausgabe: 44. - 48. Tsd.
  • Umfang/Format: 135 Seiten : 29 Illustrationen ; 19 cm
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: kartoniert : DM 4.80 3-499-11624-3 kartoniert : DM 4.80
  • Sachgebiet: Geschichte, Kulturgeschichte, Volkskunde ; 15a Erd- und Völkerkunde, Reisen

Zu diesem Buch
Schon Gustav Freytag meinte: «Alles, was man auf Erden nur werden kann, wird der Schlesier mit Leichtigkeit.» Im Laufe seiner wechselvollen Geschichte bot das von der Natur reich gesegnete Schlesien auch eigensinnigen Geistern eine Heimat der Toleranz und Weltoffenheit. Joseph von Eichendorff und Käthe Kruse, Gerhart Hauptmann und Werner Finck, Adolph von Menzel und Bernhard Grzimek, Otto Klemperer und Friederike Kempner — sie alle gehören zu Rübezahls unruhigen Kindern.
«Hartungs Buch ist glücklich komponiert, nämlich zweistimmig. Die eine Stimme hell, zärtlich, aber auch unverblümt — erzählt von Schlesiens großen Tagen, dem Reiz seiner Städte und Landschaften, der schöpferischen Eigenständigkeit seiner Bewohner, ihrer kräftig östlich angehauchten Lebensintensität. Mit dieser Stimme kontrastiert eine dunkle, Gefühlsausbrüche meidende, jedenfalls nicht larmoyante, die den heraufziehenden Untergang und die Zerstörung jener Oder-Provinz festhält. Die dunkle Stimme läßt nicht zu, daß das Buch — was bei solchen Fibeln naheliegt — in allzu munteres Anekdotenauftischen oder erinnerungsselige Schwärmerei abgleitet. Wie gut, daß Hartung sich die Mühe macht, die wechselvolle Geschichte des Landes darzulegen, jenes Spiel der Mächte: Polen, Österreich und Preußen, das zuweilen ein recht blutiges Spiel war, und das Gegen- und Miteinander von Katholizismus und Protestantismus, von Toleranz und nationalem Eifer klarzustellen. Bei aller Passion für Hugo Hartung, geboren am 17. September 1902 in NetzschkauNogtland als Sohn eines Gaswerkdirektors, studierte Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte, Germanistik und Romanistik und promovierte 1928. Bis 1931 war er Dramaturg und Schauspieler in München. Nebenher war er Mitarbeiter unter anderem der Zeitschriften «Simplicissimus» und «Querschnitt» sowie des Münchener Rundfunks. Von 1936 bis 1944 wirkte er als Chefdramaturg in Oldenburg und Breslau. Kurz vor Ende des Krieges wurde er als unausgebildeter Soldat in der Festung Breslau eingesetzt. Über diese Zeit berichtet er in «Schlesien 1944/1945. Aufzeichnungen und Tagebücher» (1956). Als Schriftsteller trat Hartung zuerst mit der musikalischen Komödie «Das ist Herr Marinucci» (Musik von Bernhard Eichhorn, 1936) hervor. Starke Beachtung fand vor allem sein Breslau-Roman «Der Himmel war unten» (1951). Ferner schrieb er unter anderem die Erzählung «Ich denke oft an Piroschka» (1954), die auch als Hörspiel, Komödie und Film ein Erfolg wurde. Allein die deutsche Auflage erreichte 1,6 Millionen Exemplare. Ein großer Erfolg wurde auch der ebenfalls verfilmte satirische Roman «Wir Wunderkinder» (1957). Zu seinen Arbeiten der letzten 'Jahre gehörten die Romane «Ihr Mann ist tot und läßt Sie grüßen» und «Wir Meisegeiers». Hartung schrieb außerdem zahlreiche Hör- und Fernsehspiele. Er war seit 1932 mit der Übersetzerin Dr. Ellen Sigyn verheiratet und hatte einen Sohn und eine Tochter. Hugo Hartung starb am 2. Mai 1972.
 

gutes Exemplar, altersgemäß gebräunt, Gesamtzustand gut

Verlag:
Reinbek bei Hamburg : Rowohlt
broschiert,
Artikelnummer:
B00063335
Gewicht:
400 gr
Lagerplatz:
BS_50