- Ausgabe: Vollst. überarb. und erg. Neuaufl.1991
- Umfang/Format: 367 Seiten ; 21 cm
- Anmerkungen: Literaturverz. Seiten 354 - 367 Status nach VGG: lieferbar
- Einbandart und Originalverkaufspreis: kartoniert : DM 22.00 3-7716-2098-8 kartoniert : DM 22.00
- Sachgebiet: Geschichte und Historische Hilfswissenschaften ; 03 Nachschlagewerke, Bibliographien
Einleitung
Am 3. Oktober 1990, nahezu 41 Jahre nach ihrer Gründung (7. Oktober 1949), verschwand die DDR als eigener Staat von der Landkarte. Heute gibt es auf deren früherem Territorium die neuen Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Wahlen vom 2. Dezember 1990 haben die staatliche Vereinigung Deutschlands abgeschlossen, und die DDR bleibt nur eine historische Etappe.
Dabei war die DDR (wird ihre Vorgeschichte ab 1945 einbezogen) mit über 45 Jahren fast genauso alt wie einst das deutsche Kaiserreich (1871 bis 1918), und sie bestand erheblich länger als die 14jährige Weimarer Republik oder die 12jährige NS-Diktatur. Die Aufarbeitung der Geschichte der DDR, ihrer über 40jährigen stalinistischen Diktatur, stellt sich als eine notwendige Aufgabe, nicht nur für die Geschichtswissenschaft.
Die vorliegende Arbeit ist keine umfassende Darstellung dieser Geschichte, sondern bietet einen Grundriß, einen Überblick ihrer Entwicklung. Erstmals 1976, also vor 15 Jahren, erschienen, kam 1982 eine bis Ende 1981 ergänzte Neuauflage heraus, und sie wurde nun bis zum Ende der DDR 1990 fortgeschrieben. Hier ist bewußt auf eine gründliche Überarbeitung, eine Neufassung aufgrund heute zugänglicher Quellen oder der jüngsten Literatur, verzichtet worden. Für die Zeit bis 1981 wurde jene Fassung beibehalten, die die Einschätzung des Autors vor zehn Jahren enthielt. So kann der Leser selbst entscheiden, welche Analyse durch die Entwicklung (oder inzwischen erstmals veröffentlichte Dokumente) bestätigt wurde und wo sich seinerzeit Fehlurteile einschleichen konnten. Der Grundriß der Geschichte endete 1981 mit folgender Bewertung:
»Da die DDR keine demokratischen und rechtsstaatlichen Strukturen hat, ist sie auch nicht flexibel genug, Opposition institutionell zu kanalisieren, und so besteht weiterhin ein System der Unterdrückung, zeigt sich deutlich das Kernproblem des politischen Systems der DDR: Im Innern wird es vermutlich auch weiterhin breite oppositionelle Strömungen in der Bevölkerung und eine immer wieder aufbrechende innerkommunistische Opposition in der SED geben, ohne daß diese sich entfalten können. Die Repression der Führung ruft Opposition hervor, diese Opposition wiederum veranlaßt die Führung ...
gutes Exemplar, ordentlich
- Verlag:
- Hannover : Fackelträger
- Artikelnummer:
- B00067165
- Gewicht:
- 400 gr