»Bleib übrig« lautete gegen Ende des Zweiten Weltkriegs der Abschiedsgruß unter deutschen Soldaten, denn »Auf Wiedersehen« schien nicht mehr so recht zu passen... Ulrich Frodien, Sohn einer deutschnationalen Arztfamilie in Breslau, schildert ehrlich und unsentimental seinen Weg vom Jungvolkjungen über den Hitlerjugendführer bis zum 17jährigen Kriegsfreiwilligen. Seine Erziehung stand ganz unter dem prägenden Einfluß der nationalsozialistischen Ideologie. Erst während seines Einsatzes an der Ostfront 1944 und einer schweren Verwundung begann er an seinem bisherigen Weltbild zu zweifeln. Ende Januar 1945 gelang ihm mit seinem Vater die Flucht aus dem umkämpften Breslau. Er erlebte das Chaos in Berlin im Februar 1945 und geriet später in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Das Schlußkapitel handelt von den Problemen, sich als heimat- und besitzloser Flüchtling durchschlagen zu müssen. Ein ungeschminkter, spannender, sehr kritischer und zum Nachdenken anregender Zeitzeugenbericht.
Ulrich Frodien, geboren 1926, arbeitete ab 1950 als Redakteur für die >Süddeutsche Zeitung< und die >Münchner Illustrierte<. Von 1954 bis 1991 leitete er den von ihm begründeten Bilderdienst im Süddeutschen Verlag in München und baute dessen Bestand zu einem der heute bedeutendsten Pressebildarchive in Deutschland aus.
gepflegtes Exemplar, nur kleine Lesespuren
- broschiert
- Artikelnummer:
- B00045216
- Gewicht:
- 400 gr
- Lagerplatz:
- BS_50