- Ausgabe: 1. Auflage, 1. - 10. Tsd.
- Umfang/Format: 415 Seiten : 587 Illustrationen (z.T. farbige) ; 28 cm
- Erscheinungsjahr: 1980
- Schlagwörter: Berlin ; Berlin ; Geistes- und Kulturgeschichte ; Berlin / Geschichte
Die Kulturlandschaft Berlins mit all ihren Sachzeugen der Vergangenheit — schriftlichen Dokumenten, Werken der bildenden Künste, Architektur sowie der Technik — ist Bestandteil unseres Alltags. Aber wer kennt all diese Zeugen, die, sofern sie nicht erhaltene Bausubstanz sind, heute die Bestände von Museen, Archiven und Bibliotheken bilden? Sie sind Teile des kulturellen Erbes, Belege von Traditionen, Prägemarken der heutigen kulturellen und sozialen Umwelt, zweite Natur all jener, die in dieser Kulturlandschaft leben, mit ihr verwachsen sind. Ausgewählten Sachzeugen dieses Traditionsflusses nachzuspüren —
- Belege einer wechselvollen Siedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zum Slawendorf im Berliner Raum erbrachten (etwa 6o 000 v. u. Z.
bis etwa 1200 u. Z.), bis zum Aufstieg Berlins zur Weltstadt ist Anliegen dieses Text-Bild-Bandes. Dokument und Bild als Primärquelle sowohl historischer
e auch gleichermaßen kultureller Ereignisse, Zustände,
Entwicklungslinien einzubeziehen und zu betrachten ermöglicht, näher an die Vergangenheit heranzukommen, mehr vom Getriebe jener vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte einzufangen, dem Leser und Betrachter
nachvollziehbar werden zu lassen, wie man in Berlin lebte, arbeitete, herrschte, kämpfte, sich vergnügte, was man über Berlin und die Berliner sagte — kurzum, welchen Reiz, welche Anziehungskraft diese Stadt — nachdem sie sich im Mittelalter zur Stadt und bald auch zur Residenzstadt mit stets ganz eignem kulturellem Gepräge gemausert hatte — auf in- und ausländische Besucher, die nicht selten eine neue Heimat in Berlin fanden und ihr Gedeihen wesentlich förderten, ausübte. Vor dem Hintergrund europäischer und deutscher Geschichte prägte die Stadt in vielen bedeutsamen Entwicklungsetappen ihr eigenes Gesicht und damit auch Kultur und Lebensweise der Einwohner, so daß Adolf Glaßbrenner, einer der vortrefflichsten Berlin-Kenner, im 19. Jahrhundert wohl wissend schreiben konnte: >Im allgemeinen sind die Berliner gutmütig und ein so tätiges und strebsames Volk wie kaum
ein zweites in Deutschland. Freilich ist es nicht äußerlich gemütlich, es drückt nicht jeden an sein Herz, weil es zuvor prüfen und erkennen will. Naivität ist Berlins Sache nicht; denn Berlin ist nicht mehr einfältig in bloßem materiellen Leben befangen: Berlin denkt.<
gepflegtes Exemplar, nur kleine Lesespuren
- Verlag:
- Leipzig ; Weimar : Kiepenheuer
- Artikelnummer:
- B00044721
- Gewicht:
- 1900 gr
- Lagerplatz:
- G1_1_1