- Ausgabe: 6. Auflage, 11 - 15. Tsd.
- Umfang/Format: 428 Seiten, 13 Taf., 1 Titelbild : Mit 14 Bildbeil. ; 8
- Anmerkungen: 1957
- Einbandart und Originalverkaufspreis: : DM-Ost 8.50
- Sachgebiet: Geschichte, Kulturgeschichte, Volkskunde ; 12a Bildende Kunst, Kunstgewerbe
Hans Grundig kam in der letzten Minute des Karnevalsdienstags zur Welt. „Dem Aschermittwoch entging ich trotzdem nicht", sagt er; aber auch: „Wenn ich so recht überlege, bin ich doch ein
• glücklicher Mensch." Wie sich das zusammenreimt, er. fährt der Leser, wenn er sich hier die Lebensgeschichte des bekannten Dresdner Malers erzählen läßt.
Das verträumte Kind begegnet dem lieben Gott und erfindet di e „Kinkatur", und der Lehrling vertieft sich in Bilder, statt die Werkstatt auszufegen. Mit dem Weltkrieg kommt der Ernst, der Halbwüchsige muß als Fabrikarbeiter die Familie ernähren. Die
gärenden Nachkriegsjahre
sind eine hungrige Zeit, aber gerade die rechte, Kunst und Wirklichkeit zu studieren, an der Akademie wie in der Anarchistenversammlung. Ein fröhliches Zwischenspiel: unbeschwerte Wandertage in Italien. Ein Hausstand wird gegründet, zwölf Mark Fürsorge wöchentlich müssen für ein „freies" Künstlerpaar reichen. Das Leben lehrt, Partei zu ergreifen, gegen die heraufkommende und dann auch gegen die herrschende Tyrannei zu kämpfen. Berufsverbot und Verfolgung sind der Preis, und schließlich das Inferno des Konzentrationslagers. Aus ihm führt, nach unbeirrt ertragenen Jahren des Grauens, endlich der Weg in die Freiheit.
Hans Grundig verleugnet den Maler auch als Erzähler nicht. Er setzt Bild neben Bild, manches lustig bunt, manches düster ernst, aber eines so scharf aufgefaßt wie das andere. Und alle haben einen gemeinsamen Hintergrund: die Zeit, die den Menschen, den Künstler formte.
Schutzumschlag etwas rissig, sonst ordentlich und gut erhalten
- Verlag:
- Berlin : Dietz
- gebundene Ausgabe,
- Artikelnummer:
- B00065395
- Gewicht:
- 400 gr
- Lagerplatz:
- A51