- Umfang/Format: 64 Seiten ; 19 cm
- Einbandart und Originalverkaufspreis:
- Sachgebiet: Belletristik
Vorbemerkung des Herausgebers
Im literarischen Nachlaß Siegfried Bergers, der sich im Stadtarchiv in Halle (Saale) befindeTriegreitiMäpiemit bisher unveröffentlicht gebliebenen Kindheits- und Jugenderinnerungen. Berger hat sie 1941 konzipiert und 1942 niedergeschrieben. Die überlieferten 31 — nach anderen Quellen 34 — Skizzen und Episoden, manche nur in Form einer Miniatur, sind Bestandteil einer vom Autor vermutlich weder abgeschlossenen noch endgültig
geordneten Sammlung und tragen den Arbeitstitel „Von Jugend, Heimat und Sippe".
In den Jahren 1947 /48 haben Dr. Erich Wentscher (Naumburg) und Bergers verdienstvoller und treuer Verleger Helmut Schoepke für den Verlag Friedrich Stollberg die Herausgabe eines „Siegfried-Berger-Gedenkbuches" vorbereitet. Dessen Veröffentlichung ist leider an den politischen Gegebenheiten gescheitert — Schoepkes Verlag erhielt keine Lizenz. Für den Gedenkband hatte Siegfrieds Bruder — Superintendent Hermann Berger in Mühlhausen (Thüringen) — I5 Erinnerungen zur Erstveröffentlichung ausgewählt und sie mit dem Titel „Wie ich meine Jugend sehe" überschrieben.
Die mit großer Sorgfalt und Liebe ausgeführten autobiographischen Aufzeichnungen Bergers erstrecken sich bis zum Jatire71911,.der Zeit seines Abiturientenexamens. Hier spiegelt sich nicht nur ein werdender Charakter wider, sondern der Leser erlebt auch ein Stück Lokalkolorit der beiden Jahrzehnte um die Jahrhundertwende. Seit Bergers Niederschrift ist inzwischen mehr als ein Halbjahrhundert vergangen. Die von ihm gestalteten Eindrücke und Erfahrungen vermitteln ein köstliches Bild unserer mitteldeutschen Heimat und bieten Urteile über Menschen und Verhältnisse, in denen sich behutsam nachempfunden zugleich ein Stück Kulturgeschichte abzeichnet.
Nicht alle im Nachlaß aufgespürten Skizzen eignen sich aus heutiger Sicht zur Veröffentlichung. Einigen fehlt noch die vom Autor nicht mehr vorgenommene endgültige Gestaltung. In anderen Fällen vermag der Leser kaum nachzuvollziehen, was er nicht selbst miterlebt hat. Es wurden deshalb 18 Episoden ausgewählt, die ein abgerundetes Bild bieten und erkennen lassen, wie sich die seelische und geistige Entwicklung,des jungen Siegfried Berger in seiner „törichten, lieben Kleinstadt" Merseburg vollzog.
Bleistiftanstreichungen, sonst in Ordnung
- Verlag:
- Merseburg : Stollberg
- gebundene Ausgabe,
- Artikelnummer:
- B00069275
- Gewicht:
- 400 gr