- Ausgabe: 1. Auflage
- Umfang/Format: 463 Seiten; ; 20 cm
- Erscheinungsjahr: 1974
- Schlagwörter: Seyppel, Joachim ; Tagebuch ; Seyppel, Joachim / Autobiographie
Er zieht als Dreiundzwanzigjähriger in den Krieg, kommt aus sowjetischer Gefangenschaft nach Haus, erlebt die turbulenten Nachkriegsjahre, tritt seine erste größere Auslandsreise nach England an, geht für zehn Jahre nach Amerika, kehrt zurück, bereist Nordafrika, Griechenland, Skandinavien, lernt die DDR kennen, wohnt in der BRD und in Westberlin, sieht Moskau und Italien und siedelt 1973 in die DDR über. Was für ein Mensch mag das sein?
Über Eindrücke und Erfahrungen hinaus bricht er „Welt" immer wieder in Untersuchungen. Kaserne oder Gefangenenlager, arabischer Markt oder Slums in Harlem, Kafkas Prag, Rheinsberg „exotisch", Hamlet im TagankaTheater, Sizilien — Orte und Szenen. Dreißig Jahre lang schreibt er abends auf, was er erlebt hat: Nachtbücher über Tage 1943 bis
1973. Bogen einer Generation. Journal für Jüngere, die neue Bogen anlegen. Ein Tagebuchführer wird, unter der Hand, zum Schriftsteller. Und der Schriftsteller zieht aus der Tiefe des Schranks seine Notizen. Wer ist er gewesen, ehe er Schriftsteller wurde?
Joachim Seyppel legt — nach Romanen und Reportagen Merkblätter vor, die zeigen, wie ein Charakter in der Widersprüchlichkeit der Welt steht, an ihrer Schönheit auflebt und sie in ihrem Sprache gewordenen Teil einfängt. Keine „Konfessionen" einer schönen Seele, eher Geheimbücher, die entgegen ihrer Natur an die Öffentlichkeit treten: Tagebücher aus drei Jahrzehnten.
Buchblock und Einband alters- und papierbedingt gebräunt, Einband und Buchblock mit kleinen Lesespuren, Gesamtzustand: gut
- Verlag:
- Berlin, Weimar : Aufbau-Verlag
- Artikelnummer:
- B00026443
- Gewicht:
- 400 gr
- Lagerplatz:
- F38