GUSTAV MEYRINK (1868-1932) gehörte mit dem 1915 erschienenen Roman „Der Golem" zu den meistgelesenen Autoren deutscher Zunge. In unserer Auswahl von dreiunddreißig Satiren, Grotesken und Parodien seiner Sammlung „Des deutschen Spießers Wunderhorn" (1916), die zum großen Teil zuvor als Beiträge der bedeutenden satirischen Zeitschrift„Simplicissimus” erschienen waren, zeigt er sich auch hier als ein Meister der scharf ausgeprägten Satire, die seinem produktiven Haß auf den Spießer und dessen uniformierte Varianten zu verdanken ist. Durch seine Grotesken unterscheidet er sich von allen zeitgenössischen „Erzählern des Grauens" und rückt in die Nähe Frank Wedekinds, Heinrich Manns und Karl Sternheims. „Haß gegen das gesund Bürgerliche" sagte man Meyrink mit Recht nach, und über die literarische Qualität seiner Satire wurde das als Tadel gemeinte Lob ausgesprochen: „So lieblos ist der deutsche Bürger noch nie geschildert und seziert worden." Seine Begabung für das Grausige verband sich mit einem Witz, bissiger und funkelnder als der eines anderen Satirikers seiner Zeit und mit einer fast schauspielerisch wirkenden parodistischen Kraft.
gepflegtes Exemplar, kaum Lesespuren, Buchblock altersgemäß gebräunt, SEHR SCHÖN!!!
- Verlag:
- recclam leipzig
- broschiert,
- Artikelnummer:
- B00014254
- Gewicht:
- 400 gr
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- P14, F59