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Schriften und Briefe IV, Hrsg. v. Wolfgang Promies

Gewicht: 0.4 kg

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Schutzumschlag, Leinen,

ZUM VORLIEGENDEN BAND
Nach mehr als sechzig Jahren geben die hier vereinigten Briefe erstmals wieder ein repräsentatives Bild des vielseitigen Briefschreibers Lichtenberg. Unsere Sammlung erreicht fast die Zahl der von Leitzmann und Schüddekopf zu Anfang dieses Jahrhunderts in ihrer dreibändigen Ausgabe vorgelegten Briefe. Auf diesem Briefwerk fußt selbstverständlich auch unsere Ausgabe. Es wurden jedoch - nach Möglichkeit vollständig - auch diejenigen Briefe aufgenommen, die in entlegenen, heute nur schwer auffindbaren Zeitschriften oder Zeitungen, in Privatdrucken und Einzelveröffentlichungen vor Jahrzehnten herausgegeben worden sind. Sie sind weithin unbekannt und nun in dem vorliegenden Band zum erstenmal gesammelt; hinzu kommen einige bislang unveröffentlichte Briefe Lichtenbergs.
Selbstverständlich enthält das vollständige Epistolar Lichtenbergs auch nichtssagende Mitteilungen, Briefe, die sozusagen nie geschrieben worden wären, wenn seinerzeit schon das Telefon bekannt gewesen wäre; es gibt weiterhin Briefe, die lediglich für den Naturwissenschaftler von gewissem Interesse sind. Hier schien eine Beschränkung erlaubt und berechtigt. Gleichwohl wurden in beträchtlicher Zahl Briefe aufgenommen, die der Experimentalphysiker, der Lehrer Lichtenberg geschrieben und vielfach mit demonstrierenden Zeichnungen versehen hat. Denn es gehört zum Bild dieses Mannes, daß ihm selbst entlegene wissenschaftliche Gegenstände unter der Hand und fast wider Willen zu scherzenden Anekdoten werden, Geistiges sich versinnlicht.
Die Brief-Originale sind heute nur noch zu einem Teil auffindbar und nachzuweisen; ein anderer Teil ist infolge des Krieges verschollen. Als Druckvorlage dienten deshalb notwendig die Ausgabe von Leitzmann-Schüddekopf beziehungsweise die in den Anmerkungen jeweils nachgewiesenen Brief-Editionen, die häufig der Lichtenberg-Liebhaber, nicht der Philologe besorgte. Bei der Wiedergabe der Texte wurde die Rechtschreibung unter Wahrung des Lautstandes (z.B. eilf, gnug, gnau, Pursche, Stückgen, verdrüßlich, Würkung, Zettul) dem modernen Gebrauch angeglichen. Auch dem flüchtigen Briefstil entsprechende Inkonsequenzen, wie sie sich etwa in der wechselnden Schreibung der Endungen -ig und -igt beziehungsweise -ich und -icht zeigen, blieben erhalten. Unrichtig geschriebene Eigennamen wurden stillschweigend verbessert, geographische Bezeichnungen in der heute üblichen Schreibweise wiedergegeben. Eine Ausnahme bilden Eigennamen, bei denen Lichtenberg der seinerzeit allgemein gebräuchlichen Schreibung folgt (wie Raphael, Jakob Böhm) oder die er ganz bewußt verballhornt (wie im Falle Kuhbach für Cubach) oder aber so flüchtig schreibt, wie er familiär spricht,
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gepflegtes Exemplar, nur kleine Lesespuren, Buchblock altersgemäß gebräunt

Verlag:
Zweitausendeins Frankfurt 1994
gebundene Ausgabe
Artikelnummer:
B00049041
Gewicht:
400 gr
Lagerplatz:
BS_Bibliothek