- Umfang/Format: 188 Seiten ; 8
- Anmerkungen: Teilausg.
- Erscheinungsjahr: 1967
Das Karlsruher Lyzeum, an das Johann Peter Hebel im Jahre 1791 als Lehrer versetzt wurde, gab zu jener Zeit einen Kalender heraus, dessen Erscheinen eingestellt werden sollte, da sein Inhalt dem Publikum nicht mehr gefiel. Hebel, den zwischen seinen großstädtischen Kollegen das Heimweh nach dem Wiesenland seiner ländlichen Jugend gepackt hatte, war mit seinen um i 800 erschienenen „Alemannischen Gedichten" zum Dichter geworden. Er wurde nun Mitarbeiter diess Kalenders „Der rheinländische Hausfreund" und veröffentlichte hier seine köstlichen Geschichten, Erzählungen, Märchen und Anekdoten. Die Auflagen des „Hausfreundes" stiegen sprunghaft, und Hebel wurde Direktor seiner Schule.
Seit Generationen gehören diese Geschichten, die 1811 erstmalig auch als Buch unter dem Titel „Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes" herauskamen, zum unvergänglichen Bestand der deutschen Jugend- aber auch Erwachsenenliteratur. Erzählungen wie „Der Zundelfrieder", „Kannitverstan" oder „Der Bergmann von Falun", die Spannung, Humor, Beobachtungsgabe und Menschenkenntnis in reizvoller Form vereinigen, werden nichts von ihrer natürlichen Wirkung auf den Leser verlieren. Wie sein großer Zeitgenosse Jeremias Gotthelf hatte er eine unmittelbare Beziehung zur Welt und Sprache des Volkskreises, aus dem er selber stammt: dem Oberrheinischen. „Er ist im Alemannischen so etwas wie ein kleinerer Matthias Claudius : eine schöne, klare menschliche Erscheinung voll Wärme und Humor und einem ursprünglichen Talent".
Buchblock und Einband alters- und papierbedingt gebräunt, Einband und Buchblock mit kleinen Lesespuren, Gesamtzustand: gut
- Verlag:
- Wiesbaden : Vollmer
- Artikelnummer:
- B00031232
- Gewicht:
- 400 gr