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Romeo und Jeannette Colombe. 2 Dramen / Jean Anouilh. [Aus d. Franz. übertr. von Franz Geiger]

Gewicht: 0.4 kg

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  • Ausgabe: Ungek?rzte Ausg., 1. - 25. Tsd.
  • Umfang/Format: 155 Seiten ; 8
  • Anmerkungen: Einheitssacht. des beigef. Werkes: Colombe . - Lizenz d. Langen/M?ller Verlag, M?nchen Status nach VGG: vergriffen
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: : 2.20
  • Sachgebiet: Schöne Literatur

ZU DIESEM BUCH
Unter den zeitgenössischen Dramatikern, die sowohl die griechische Mythologie wie Stoffe der klassischen Bühnenliteratur für unsere Zeit neu interpretieren, nimmt Jean Anouilh eine hervorragende Stellung ein. In seinem Stück «Romeo und Jeannette» (1945), das man eine pessimistische Komödie nennen könnte, folgt er der Shakespeareschen Vorlage nur sehr vage und zeichnet die Jeannette als ein kleines Teufelsweib, das den begehrten Frederic
(Romeo) zielstrebig in den gemeinsamen Liebestod lockt. Die Liebe, das Verhältnis der Liebenden untereinander und zur Umwelt, ist nicht nur ein bevorzugtes Thema Anouilhs, sondern liefert auch das Sujet zu der Ko-
        Komödie «Colombe» (1950), die er in der von ihm oft bevorzugten Zeit der
Jahrhundertwende ansiedelte. Das Stück spielt im Theatermilieu, mit dem den Autor eine Art Haßliebe verbindet. Ein ernster junger Mann heiratet ein Blumenmädchen; während seiner Militärzeit verliert er Colombe jedoch ans Theater, das aus dem naiven Mädchen von einst eine Liebesabenteuer I suchende Schauspielerin macht. Ein betörender «Gag» des Dramatikers besteht darin, daß er den ersten Akt an den Schluß des Stückes stellt: die Zeit der großen Liebe, von der wir inzwischen wissen, wie sie endet.
Jean Anouilh, am 23. Juni 1910 in Bordeaux als Sohn eines Schneiders und einer Geigenspielerin geboren, begann schon als Schüler Bühnenstücke zu schreiben. In jungen Jahren kam er nach Paris. Hier studierte er später einige Semester Jura, arbeitete zwei Jahre in einem Verlagshaus und wurde kurzfristig Sekretär des berühmten Regisseurs und Schauspielers Louis Jouvet. Als Zweiundzwanzig jähriger hatte er mit seinem Stück «L'Hermine» seinen ersten großen Bühnenerfolg. Einen wesentlichen Einfluß übte später die existentialistische Philosophie Sartres auf ihn aus. Daneben wußte sich Anouilh aber ebenso sicher Elemente der Psychoanalyse, des Surrealismus und neben den Techniken klassischer Autoren auch die Tricks der jüngsten Moderne anzueignen. Er selbst teilt seine Bühnenwerke ein in «Pieces noires», also ernste Stücke, und «Pieces roses», also heitere Stücke; wobei eine Komödie wie «Romeo und Jeannette» durchaus nicht zu den «rosigen» Stücken gehört. Ferner in die «Pieces brillantes» (etwa: funkelnde Stücke) und die «Pieces grincantes» (etwa: bissige Stücke). Zu Anouilhs bekanntesten Werken gehören: «Ball der Diebe» (1932), «Der Reisende ohne Gepäck» (1937), «Eurydike» (1942), das Drama «Antigone» (1942), in dem er Antigone im Pullover und Kreon im Smoking auftreten läßt, «Medea» (1946), «Einladung aufs Schloß» (1947), «Der Walzer der Toreros» (1951), «Die Lerche» (1953), eine komödiantische Behandlung des Jeanne-d'Arc-Stoffes, «Cecile oder die Schule der Väter» (1953), «Herr Ornifle oder der erzürnte Himmel»
(1955) und «Becket oder die Ehre Gottes» (1959). Anouilh, ein ungewöhnlich bühnensicherer Autor, ist heute nicht nur der führende französische Dramatiker, sondern gehört auch in der Bundesrepublik zu den meistgespielten Theaterdichtern unserer Zeit. Er ist mit der Schauspielerin Monelle Valentin verheiratet, für die er mehrfach Bühnen- und Filmrollen geschrieben hat, und lebt zurückgezogen in Paris.
 

gutes Exemplar, altersgemäß gebräunt, Gesamtzustand gut

Artikelnummer: B00058195
Verlag:
[Reinbek b. Hamburg] : Rowohlt
broschiert,
Artikelnummer:
B00058195
Gewicht:
400 gr