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Die Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode, Harz / Christian Günther. [Aufnahmen: Jutta Brüdern]

Gewicht: 0.4 kg

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  • Umfang/Format: 22 Seiten : zahlreiche Illustrationen, graph. Darst. ; 18 cm
  • Anmerkungen: Nebent.: Stiftskirche Gernrode Status nach VGG: lieferbar
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: : DM 2.50
  • Sachgebiet: Architektur


Am Nordrand des Ostharzes, da wo seit der Herrschaft der Sachsenkaiser eine Reihe geistlicher und weltlicher Stifte und Klöster ihre Stätte fanden, erhielt auch Gernrode seine Gründung. Dem Brauch der Zeit folgend suchte man einen Ort, der zwar befestigt war, aber auch Stille und Beschaulichkeit bot. Keine Heer- oder Handelsstraße berührte im 10. Jahrhundert diese Gegend unmittelbar. Heute ist die Stadt Gernrode ein Erholungsort und die Stiftskirche ein großer Anziehungspunkt für Touristen und Kunstwissenschaftler aus aller Welt. Das hat auch seinen Grund: Von den frühottonischen Kirchen ist nur diese fast vollständig erhalten. Dieser Umstand ist um so höher zu bewerten, da Gernrode mit zu den aufwendigsten Kirchenbauten dieser Periode in Norddeutschland gehört. Umbauten erfolgten in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts und griffen zumindest im Westbau stark ein. Sie schmälern aber aus heutiger Sicht den Gesamtcharakter nur zum Teil. So blieb der alte Bestand über ein Jahrtausend hinweg fast unverändert bestehen.
Gründung und Geschichte
Viel wissen wir über die Herkunft und das Leben des Markgrafen Gero nicht. Als Vasall Ottos des Großen ist es ihm gelungen, das Reich der Sachsen weit über Saale und Elbe hinaus in slawische Gebiete auszudehnen. Er war ein Feldherr und Stratege. Gero (937 — 965) kam zu großer Anerkennung und viel Reichtum, auch durch königliche Schenkungen. Auf einer Erhebung am Rande des Ostharzes errichtete er eine Niederburg (urbs), die nach ihm benannt wurde (Geronisroth — Gernrode). Offenbar war sie als Familiensitz gedacht. Zusammen mit seinem Sohn Siegfried faßte er den Plan, ein adeliges Eigenkloster zu gründen. Der frühe Tod dieses Sohnes und auch seines anderen Sohnes Gero veranlaßte den Markgrafen dazu, an Stelle des Familienklosters ein freies Kanonissenstift zu bauen. Es sollte seinem Seelenheil und Andenken (memoria) dienen, in Ermangelung männlicher Nachkommen. Als Äbtissin setzte er seine Schwiegertochter Hathui ein. Sie war eine Nichte der Königin Mathilde aus dem Hause der Billunger, nun Siegfrieds Witwe und kinderlos.
 

Günther, Christian (Mitwirkender), Brüdern, Jutta (Mitwirkender)

gutes Exemplar, ordentlich

Artikelnummer: B00070193
Verlag:
München ; Berlin : Dt. Kunstverl.
Artikelnummer:
B00070193
Gewicht:
400 gr