- Umfang/Format: 23 Seiten : zahlreiche Illustrationen, graph. Darst. ; 18 cm
- Anmerkungen: Nebent.: Die Doppelkapelle in Landsberg
- Einbandart und Originalverkaufspreis: : DM 3.50
- Sachgebiet: Architektur ; 46 Bildende Kunst
Gottfried Sehmsdorf
DIE DOPPELKAPELLE IN LANDSBERG BEI HALLE
Wie ein romanischer Wohnturm erhebt sich die Landsberger Doppelkapelle auf einem steilen Porphyrfelsen, der das flache Land weit sichtbar überragt. Der Unkundige und Ortsfremde wird kaum vermuten, daß es sich hier um ein Kleinod sakraler Baukunst handelt. Betritt er aber den Innenraum, so überrascht ihn die Raumkomposition und die unerwartete Kapitellplastik. Wie in vergleichbaren Vorgängen hat die Zeit der Romantik die Doppelkapelle gleichsam neu »entdeckt« und zum Gegenstand wissenschaftlicher Erörterung erhoben.
Die Doppelkapelle, die heute isoliert auf dem Bergrücken steht, war ursprünglich in die großartige Baugruppe einer gewaltigen Burg eingebunden. In einer solchen Anlage waren alle Gebäude dem Wehrcharakter verpflichtet, auch die Burgkapellen, die meist im Torbereich zu finden sind. Auch hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, daß fast jeder romanische Sakralbau zugleich als Wehrbau diente.
Die unversehrt erhaltene Burgkapelle läßt eindeutige Schlüsse auf Größe und Bedeutung der Burganlage zu. Zum Vergleich bieten sich die Kaiserpfalzen und Fürstenschlösser der Stauferzeit an, die Doppelkapellen auf der Kaiserburg in Nürnberg, den Pfalzen in Goslar und Eger sowie auf der Neuenburg an der Unstrut. Das zahlreiche Urkundenmaterial jener Epoche bestätigt die kunsthistorische Einordnung des Bauwerkes: Es war die Residenzburg der Markgrafen der sächsischen Ostmark aus dem Hause »Wettin«.
gutes Exemplar, ordentlich
- Verlag:
- München ; Berlin : Dt. Kunstverl.
- Heft
- Artikelnummer:
- B00070167
- Gewicht:
- 400 gr