1. - 15. Tsd. 64 Seiten : 31 Bilder s/w., 2 graph. Darst., , 17 cm Broschur mit Umschlag,
DER DOM ZU NAUMBURG
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Wenn ein Baudenkmal wie der Naumburger Dom mit seiner dem Steinblock entlocktcn Blattzier, mit seinen ganze Szenen umfassenden Figurenreliefs und mit seinen Statuen, die bei aller- Einbindung ins Steingefüge eine Bewunderung auslösende Lebendigkeit besitzen, die Menschen immer wieder aufs neue anzieht — dann liegt über die Gefahr Mehliger Betrachtung im Besucherstrome und den Wandel des Zeitgeschmacks hinaus für beide Teile, für Kunstwerk und Betrachter, eine Bewährung vor. Sie ist tief begründet.
Günstige Umstände tragen zur Berühmtheit dieses Bauwerkes bei. Schön ist die Landsehaft ringsum, eine Pforte zu Thüringen, die nach dem Verlassen der norddeutschen Tiefebene zum Wandern lockt. Höhenzüge aus Kalkstein, die wie an der Maas den schneidbaren Baustoff seit Jahrhunderten liefern hell aufblitzend oder mit Buchenwäldern und an den Steilhängen sogar mit Reben bestanden — wechseln mit lebhaften Flüssen. Naueburg .liegt am Hochufer der sich in großem Bogen nach Osten wendenden Saale. An dieser Stelle mündet das Unstruttal ein. Bei Freyburg erhob sich auf einem Hügel .ie Stammburg der Ekkehardinger; die bald nach der Jahrtausendwende die Voraussetzungen für einen Dombau auf ihrer „Neuen Burg" im Saaletal, dem späteren Naueburg, schufen. Die Burgmauern sind verschwunden, aber vom- Burgbezirk aus erkennt man noch die einst beherrschende Lage.
Löffler, Fritz
gutes Exemplar, altersgemäß gebräunt, Gesamtzustand gut
- Verlag:
- Berlin : Union-Verlag, VOB, 1958
- Heft
- Artikelnummer:
- B00062795
- Gewicht:
- 400 gr