- Ausgabe: 7., v?llig neubearb. Auflage
- Umfang/Format: 30 Seiten : zahlreiche Illustrationen, graph. Darst. ; 18 cm
- Einbandart und Originalverkaufspreis: : DM 5.00
- Sachgebiet: Architektur ; 46 Bildende Kunst
Der Dom zu Halberstadt
von Petra Sevrugian
Einführung
Die Architektur des Halberstädter Domes, seine Ausstattung und bildlichen Zeugnisse der mittelalterlichen Frömmigkeit bilden ein nahezu einzigartiges Ensemble, das Geschichte und Glauben vergangener Zeiten noch heute lebendig werden läßt. Der Domschatz in den ehemaligen Klausurgebäuden ist die größte Sammlung mittelalterlicher Kunst, die sich in Deutschland bei einer Kirche erhalten hat.
Dom und Domschatz nehmen die Besucher hinein in die Religiosität des Mittelalters, eingebunden in das Kirchenjahr, Sakramente, Riten und theologische Vorstellungen, die Normen, Halt und Orientierung versprachen. Sie zeugen darüberhinaus vom historischen Selbstverständnis der Kirche und ihrer Vertreter, vor allem aber auch von der Kunstfertigkeit der Schöpfer christlicher Kunst.
Die Vorgängerbauten des gotischen Domes
Bereits im ersten Jahrzehnt des 9. Jahrhunderts muß es in Halberstadt eine karolingische Missionskirche, Stützpunkt für die gewaltsame Bekehrung der Sachsen durch Karl den Großen, gegeben haben, die von Seligenstadt, heute Osterwieck, verlegt worden war. Diese Kirche hatte als dreischiffige Basilika mit etwa 33 Metern ungefähr ein Drittel der Länge des jetzigen Domes. Der rechteckige Ostteil, das Sanktuarium, befand sich auf der Höhe des heutigen Lettners, davor lag ein Quertrakt mit Nebenräumen. Der Bau könnte seit frühestens 802 und spätestens 809, dann schon als Bischofskirche, bestanden haben.
Denn im Jahre 804 wurde Halberstadt bereits zum Bistum erhoben, wobei eine glaubwürdige Urkunde allerdings erst mit der 814 erfolgten Bestätigung des Bischofssitzes durch Ludwig den Frommen vorliegt. Administrator wurde Hildegrim, ein Bruder des Heiligen Liudger von Werden. Wahrscheinlich noch zu seinen Lebzeiten, also vor 827, begann man, den Ostteil der Kirche als dreiteiligen Chor mit Neben-
Janke, Petra (Mitwirkender), Schütze-Rodemann, Sigrid (Mitwirkender)
gutes Exemplar, ordentlich
- Verlag:
- München ; Berlin : Dt. Kunstverl.
- Heft
- Artikelnummer:
- B00070191
- Gewicht:
- 400 gr