- Ausgabe: 27. Auflage
- Umfang/Format: 23 Seiten : zahlreiche Illustrationen, graph. Darst. ; 18 cm
- Einbandart und Originalverkaufspreis: geh. : EUR 2.50, sfr 4.80 (unverbindliche Preisempfehlung)
- Sachgebiet: Architektur
von Dieter Kitzenhofen
»Durch die Einsamkeit und Schönheit der Lage der Phantasie wunderbar entgegenkommend - ist Burg Eltz für den unmittelbaren Eindruck die Burg schlechthin.« (Georg Dehio)
Die Entwicklung der mittelalterlichen Burgen, die wir heute in ihrer Romantik bewundern, beginnt allmählich im 9. und 10. Jahrhundert. Aus den zuvor mit Erdwällen und Palisaden geschützten Herrenhöfen werden mit Mauern gesicherte, wehrhafte Burgen. Die Blütezeit des Burgenbaus reicht dann vom späten 11. bis zum 13. Jahrhundert; es ist die große Zeit der Staufer. Neben intensivem Burgenbau werden viele Städte gegründet. Mitten in diese Zeit fällt die erste Erwähnung des Namens Eltz. Der kaiserliche Ministeriale Rudolph von Eltz wird 1157 in einer Schenkungsurkunde des Kaisers Friedrich I. Barbarossa als Zeuge aufgeführt. Teile der Burganlage, die dieser Rudolph von Eltz bewohnte, sind der spätromanische Wohnturm Platt-Eltz [7] (vgl. Grundriss Seite 23) und Reste des romanischen Wohnhauses (palas) im Untergeschoss des Kempenicher Hauses, deutlich erkennbar an dem 1978 bei Restaurierungsarbeiten freigelegten romanischen Doppelbogen. Zur Wasserversorgung wurde eine Zisterne angelegt, die sich jetzt unter dem mächtigen Treppenturm des Kempenicher Hauses befindet.
Für die Errichtung dieser ersten Burganlage dürfte die günstige strategische Lage der unteren Elz, einem Zufluss der Mosel, ausschlaggebend gewesen sein. Die Burg entstand daher an einem Weg, der die Mosel - seit jeher eine der wichtigsten Handelsstraßen - mit der Eifel und dem fruchtbaren Maifeld verband.
Der auf drei Seiten von der Elz umflossene, bis zu 70 m hohe, elliptische Felskopf bildet das Fundament der gesamten Burganlage, die - den natürlichen Gegebenheiten folgend - einen ovalen Grundriss aufweist.
Noch vor 1268 kommt es unter den Brüdern Elias, Wilhelm und Theoderich zur ersten Stammesteilung und damit zur Teilung der Burg und der dazugehörigen Güter. Dadurch entstehen drei Hauptlinien des Hauses Eltz, die sich nach ihren Wappen Eltz vom goldenen Löwen, Eltz vom silbernen Löwen und Eltz von den Büffelhörnern benennen.
gutes Exemplar, ordentlich
- Verlag:
- Berlin ; München : Dt. Kunstverl.
- Heft
- Artikelnummer:
- B00070195
- Gewicht:
- 400 gr