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Weihnachtserzählungen, Weihnachtsmärchen : mit den Illustrationen aus den Erstausgaben / Charles Dickens. Unter Verwendung der Übertr. von Carl Kolb und Julius Seybt

Gewicht: 1.9 kg

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  • Umfang/Format: 20 cm
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: fester Pappeinband in Kassette : DM 19.80, S 155.00
  • Sachgebiet: Englische Literatur ;Belletristik
  • Schlagwörter: Weihnachtserzählung ; Anthologie

Die in diesem Band enthaltenen Erzählungen schrieb Dickens in der Mitte seines Lebens, in den siebzehn arbeitsreichen Jahren zwischen der Entstehung von David Copperfield und Edwin Drood. • Verglichen mit diesen beiden Werken sind die Weihnachtserzählungen „kleine Fische", doch bezeichnend für Dickens' überschäumende Vitalität, die er sich durch nichts und niemanden zunichte machen ließ.
Wenn die einzelnen Erzählungen auch noch so spannend, ergreifend und interessant sind, sollte man das Buch doch nicht in einem Zuge lesen. Es eignet sich am besten als Bettlektüre, um nach und nach gelesen zu werden, so wie die einzelnen Geschichten auch nach und nach geschrieben wurden. denn der Dickens, der 1850 die Erzählung Ein Christbaum schrieb, war ein ganz anderer als der, welcher Jahre später er Der Eisenbahnknotenpunkt bei Mt er verfaßte. Die Weihnachtserzählungen sind am ehesten als Spiegel der wichtigsten Entwicklungsstufen des Autors zu verstehen und bieten dem
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Leser am meisten, wenn er sie vor dem Hintergrund des Dickens'schen Lebens sieht.
Für diejenigen Leser, die das Werk eines Autors um so mehr schätzen, wenn sie es gegen den Hintergrund seines Lebens betrachten können, sind Dickens' Weihnachtserzählungen von besonderem Interesse, da sie etwas von der Wandlung widerspiegeln, die sich in Dickens selbst während der siebzehn Jahre ihrer Entstehung vollzog, Sie zeigen Dickens zunächst so, wie ihn die Welt allgemein kennt: berühmt, noch jung und glücklich verheiratet, überschäumend vor Energie und Kreativität — und sie enden drei Jahre vor seinem Tod, als er reifer und ernster geworden war, aber auch gequält von einer inneren Ruhelosigkeit, sich in seinen Zeitungsartikeln verausgabend, um das eigene Unglück zu verdrängen. Seine persönlichen Schwierigkeiten kommen in den Erzählungen zwar nicht offen zum Ausdruck, aber eine dadurch bedingte Veränderung im Ton ist deutlich spürbar: ein Abkühlen seiner alten Liebe zur Absurdität und ein sichtbares Hinübergleiten zu ernsteren, tiefgründigeren Themen.
Ein Weihnachtslied in Prosa. Eine Geistergeschichte der Christnacht. (A christmas carol in prose. Being a ghoststory of Christmas, 1843)
In diesem Weihnachtsmärchen wird aus dem habgierigen, herzlosen Geizhals Ebenezer Scrooge über Nacht ein gütiger, hilfsbereiter Wohltäter. Am Weihnachtsabend erscheinen ihm .die Geister der vergangenen, der gegenwärtigen und der künftigen Weihnachten, die ihm das Glück vor Augen führen, das er durch seine Selbstsucht versäumt hat. Zutiefst betroffen wandelt er sich vom boshaftesten Egoisten zu einem Muster an Nächstenliebe und Hochherzigkeit.
Die Zauberglocken. Eine Geistergeschichte von einigen Glocken, die ein altes Jahr aus- und ein neues einläuteten. (The chimes, a goblin story of some bells that rang an old year out and a new year in, 1844)
Beim Klang der Silvesterglocken kommt der alte Dienstmann Toby Veck, sein Leben überdenkend, zu der Gewißheit, daß die Armen, sein Stand und seine Klasse doch wohl verderbt und schlecht sein müssen, wenn man bedenkt, wie viele Verbrechen sie nach Meinung der Reichen und Mächtigen tagtäglich begehen. Nach dieser traurigen Schlußfolgerung steigt Toby im Traum auf den Glockenturm. Die Glocken-Kobolde tragen ihn durch die
'-Lüfte und zeigen° ihm, daß aber auch'• die Armen Menschenrechte besitzen.
Das Heimchen am Herd. Ein Hausmärchen. (The cricket an the hearth. A Fairy Tale of Home, 1845)
In einer kalten Winternacht wird vor dem knisternden Kaminfeuer erzählt, wie die Liebe und Verehrung des armen, blinden Mädchens Bertha Plummer den hartherzigen und widerwärtigen alten Spielzeugwarenhändler Tackleton in einen großzügigen und liebenswerten Menschen verwandelt.
Der Kampf des Lebens. (The battle of life, 1846)
Diese märchenhafte Liebesgeschichte erzählt von den beiden edelgesinnten Schwestern Grace und Marion, die demselben Manne ihr Herz geschenkt haben und von denen jede um der anderen willen ihrer Liebe entsagt.
Der Verwünschte. (The haunted man, 1848)
Die Erzählung vom Schicksal des vom Leben verbitterten Professor Redlaw, dem ein Geist die Gabe des Vergessenkönnens verleiht. Redlaw stiftet damit jedoch überall nur Unheil. Er erkennt, daß es ohne Erinnerungsvermögen unmöglich ist, erlittenes Unrecht zu vergeben und Dankbarkeit, Freundschaft und Nächstenliebe zu empfinden.
 


gutes Exemplar, ordentlich

Artikelnummer: L00047735
Verlag:
Rastatt : Moewig
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Artikelnummer:
L00047735
Gewicht:
1900 gr