- Umfang/Format: 89 Seiten : ?berwiegend Illustrationen (z.T. farbige) ; 21 cm
- Anmerkungen: Literaturverz. Seiten 88 - 89 Status nach VGG: vergriffen
- Einbandart und Originalverkaufspreis: (Pr. nicht mitget.)
- Sachgebiet: Bildende Kunst ; 2403 Bildende Kunst, Baukunst
Zur Ausstellung
der Skulpturen von Tony Cragg
Mit der Ausstellung „Tony Cragg — Skulpturen" stellt die Kestner-Gesellschaft einen englischen Bildhauer vor, der in diesen Jahren zunehmend Beachtung findet. Seit seine Arbeiten in Einzelausstellungen und in den großen Übersichten (documenta 7, Kassel 1982; Biennale Paris 1985; Spuren, Skulpturen und Monumente ihrer präzisen Reise, Zürich 1986) auftauchen, irritieren sie den Betrachter, der sich nicht entscheiden kann zwischen dem Vergnügen am künstlerischen Witz, der in vielen dieser Werke steckt und jenen Irritationen, die primär durch die Materialien ausgestrahlt werden, die Cragg verwendet.
Beide Gesichtspunkte, möglicherweise sind es die, die Tony Cragg den Eintritt in die Szene geöffnet haben, treten bei näherer Kenntnis des Werks zurück. Craggs Arbeiten sind vor allem Skulpturen, also Kunstwerke, die sich durch Volumen, durch Position im Raum, durch Fähigkeit den Raum zu durchdringen, durch Oberfläche beurteilen lassen.
Gerade ein Vergleich mit Ausstellungen von Bildhauem, die die KestnerGesellschaft veranstaltet hat, mit dem Werk von Eduardo Paolozzi, Walter Pichler, Eduardo Chillida, Stephan von Huene, Nikolaus Lang und Eva Hesse zeigt, daß Cragg zu jenen Künstlern zählt, die immer einer klassischen plastischen Grundstruktur verpflichtet bleiben, so grenzensprengend und zukunftweisend die Impulse immer sein mögen, die von ihren Werken ausgehen.
So unrealistisch diese Bemerkung hier anmuten mag: Walter Pichlers Schädelstätte (seit 1974) und Eduardo Chillidas Estela a Giacometti (1974), Eduardo Paolozzis St. Sebastian No. I (1957), Eva Hesses Accretion (1968), Stephan von Huenes Totem Tones (1970) und die Arbeiten von Tony Cragg haben auch eine gemeinsame, sozusagen klassische Position. Es geht immer um den Anspruch dieser als Bildhauer arbeitenden Künstler, sich mit ihren Werken dem Raum zu stellen, sei er nun durch Architektur oder Natur konditioniert. Daß räumliche Beliebigkeit durch eine Konfrontation mit dem Plastischen strukturiert werden und in die dramatische Dimension des Existenzraums umschlagen
Cragg, Tony (Illustrator), Haenlein, Carl (Herausgeber)
gutes Exemplar, ordentlich
- Verlag:
- Hannover : Kestner-Ges.
- Artikelnummer:
- B00069882
- Gewicht:
- 400 gr