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Theile, Albert: Die Kunst der aussereuropäischen Völker Teil: Bd. 1. T. 1.2., Die Kunst der Naturvölker Die Kunst Amerikas

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  • Umfang/Format: 319 Seiten : mit Abb. u. Kt.
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I N HALT
EINLEITUNG    5
DIE KUNST DER NATURVOLKER:    11
Die Vorstellungswelt der Naturvölker ..    .. 13
Australien ..    .    .    ..    97
DIE KUNST AMERIKAS    . 115
Altamerikanische Kunst ..    .. 117
Die Kunst der Kolonialzeit    .. 196
Bilder und Karten ..    .    .. 304
ABBII.DUNGSVERZEICHNIS    .. 314
Bild- und sonstige Quellennachweise am Schluß des dritten Bandes.
EINLEITUNG
Nie früher in der Geschichte der Menschheit sind die Völker einander so nahegerückt wie heute, — jedenfalls äußerlich. Innerlich sind wir einander fremd geblieben. Warum eigentlich, wo es doch unser unanzweifelbarer Wunsch ist, die innere Grenze zu überschreiten?
Der Wunsch allein genügt nicht. Um uns wirklich zu verstehen, müssen wir mehr voneinander wissen. Die gegenseitige Achtung wäre ein erster Schritt dazu. Aber gerade daran hat es uns .Europäern lange gefehlt. So überquellend reich Europa an Eigenem ist, es rechtfertigt nicht unsere Selbstüberhebung, unsere Selbstüberschätzung. Oder sagen wir besser: die Unterschätzung der Leistung der anderen? Wir sollten sie ehrend gelten lassen als gleich gültige Frucht am Baume der Erkenntnis. Die Kluft zu schließen, die zwischen uns und den anderen unnötig gähnt, — wer vermöchte es so endgültig wie die Kunst in ihrer versöhnenden Allmacht.
Wir sind uns selber rätselhaft geworden, suchen nach neuen Haltepunkten, nach einer neuen Mitte. Finden werden wir sie nur in einer neuen Sicht des Menschen, frei von Vorurteil, etwa dem, daß ein Mestize, der Mischling zwischen „Weiß" und „Rot", Europäer und Indio, uns
unterlegen sei an schöpferischer Spannkraft. Die Kunst des südlichen    11
Amerikas, die im ersten Bande dargestellt wird, ist wie die Lyrik des Zwillingskontinentes, wie seine Musik das Werk solch fruchtbarer Vermischung.
Das Pendel der Geschichte schwingt zurück. Wir bauen keine Kolonialreiche mehr mit all den Ausflüchten, die wir nötig hatten, um das Unrecht unserer Handlungen zu beschönigen. Schon droht uns, zugleich geistig, das Schicksal, das wir den anderen bereiteten. Gerade unser Jahrhundert, das zwanzigste, hat einen gefahrvollen Einbruch fremder Kunstformen in Europa erlebt. Sie von der Schlacke falscher Deutung zu befreien, sie auf ihren Ursprung zurückzuführen, gehört zu den Versuchen dieses Werkes. Daher wird nach dem Beweggrund des Künstlers ebenso geforscht wie nach dem Besonderen der Natur, die ihn prägend umgibt. Diese weist z. B. den amerikanischen Künstler, bei all seiner sonstigen Bindung an Europa, nach Asien. Wie dort verkleinert in Amerika die Natur den Menschen. Ströme wie der St. Lawrenze, der Mississippi, der Paranä, Gebirgsketten wie die Anden mit ihren Sternengipfeln und klaffenden Abgründen haben nicht ihresgleichen in der Alten Welt, wohl aber in Asien.
 

gutes Exemplar, ordentlich

Artikelnummer: B00070059
Verlag:
Hamburg : Standard-Verl.
gebundene Ausgabe,
Artikelnummer:
B00070059
Gewicht:
400 gr