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Moderne Graphik 1950 - 1975 [neunzehnhundertfünfzig bis neunzehnhundertfünfundsiebzig] aus dem Herzog-Anton-Ulrich-Museum Braunschweig : e. Ausstellung d. Herzog-Anton-Ulrich-Museums Braunschweig / [Katalogbearb.: Christian von Heusinger]

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  • Umfang/Format: 20, 40 Seiten : Illustrationen ; 23 cm
  • Anmerkungen: Status nach VGG: vergriffen
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: : DM 5.00
  • Sachgebiet: Bildende Kunst, Kunstgewerbe

Während der Vorbereitung dieser Ausstellung kam die Frage auf, warum man denn in aller Welt den Plastikstreifen von Beuys (Kat. Nr.6) Kunst nenne. Das sei doch als Photographie eine nur mäßige Arbeit. Meine Antwort klang exakt: Seit Lautrecs Plakate als signierte Lithographien in ganz Europa vertrieben wurden. Neuerdings würde ja auch die Photographie, etwa eines Hugo Steiner, auf die gleiche Weise zum Sammelobjekt gemacht, wie damals die Plakte des großen Lautrec: Von den für ganz andere Zwecke hergestellten Steinen bzw. Photoplatten wird eine limitierte Sonderauflage zu einem erreichbaren Marktpreis hergestellt und vertrieben, positiv ausgedrückt: für einen neuen Kundenkreis erschlossen.
„Moderne Graphik" ist danach zunächst ein Sammel- und Sammlerbegriff, nichts weiter. Er verdeckt die ursprüngliche Funktion, die ursprüngliche Bestimmung der gesammelten Objekte, der graphischen Blätter oder Graphiken, wie heute vielfach gesagt wird, und stellt damit ihre Beschaffenheit, ihre Technik in den Vordergrund. Sie sind Erzeugnisse der „Vervielfältigenden Künste", soweit sie die Drucktechnik des Hoch-, Tief-, Flach- oder des Siebdruckverfahrens anwenden. Diese sind, mit Ausnahme des Tiefdrucks alle als Massenvervielfältigungsverfahren erfunden worden und werden heute auch industriell so benutzt. Erst durch ihren Gebrauch wurden diese Techniken auch zum Instrument künstlerischer Aussage. Ursprung und Anfang der graphischen Künste liegen aber in der Vervielfältigung des einmal gemachten — oder einmal erfundenen — Bildes.
Vervielfältigung wird dann notwendig, wenn es für Bilder einen Bedarf gibt oder ein Bedarf vorausgesetzt werden kann. Und darin unterscheiden sich die Erzeugnisse einer Massengraphik von den Erzeugnissen der Verlegergraphik. Gibt es einen Massenbedarf, wie z. B. für Heiligenbildchen, so werden sie massenhaft gedruckt, im Spätmittelalter mit Hilfe des Holzschnitts, heute im mechanischen Vielfarbdruck oder für Programmzettel, Flugblätter, Plakate, Warnungen usw. Als Sammelobjekt geht diesen Blättern der ursprüngliche Charakter
 

gutes Exemplar, ordentlich

Artikelnummer: B00069911
Verlag:
Braunschweig : Herzog-Anton-Ulrich-Museum
Artikelnummer:
B00069911
Gewicht:
400 gr