- Umfang/Format: 67 Seiten : Illustrationen ; 22 cm
- Sachgebiet: Bildende Kunst, Baukunst ; 12a Bildende Kunst, Kunstgewerbe
Der Maler und Graphiker Max Lingner wurde am 17. November 1888 in Leipzig geboren; er verstarb am 14. März 1959 in Berlin. Sein 90. Geburtstag ist Anlaß dieser Ausstellung. Das Museum seiner Vaterstadt würdigt in ihm einen Künstler, dessen Werke wesentliche Seiten der aktiven Eigenheiten des revolutionären Proletariats beinhalten. Die frühen Arbeiten lassen Einflüsse von Max Klinger verspüren; diese und die Vorstellungen seines Lehrers Carl Bantzer an der Dresdener Akademie werden ihm zum Rüstzeug, womit er eigenständig seinen Weg findet zu einem Menschenbild, in dem sich die schöpferische Kraft der kämpfenden Arbeiterklasse versinnbildlicht. Hierin hat Max Lingner seinen unauslöschlichen Beitrag zur sozialistischen Kunst unseres Jahrhunderts geleistet. Er verharrte nicht beim kritischen Aspekt, welcher Mißstände der imperialistischen Entwicklung sich zum Gegenstand erwählt, sondern half mit, die neuen Kriterien der aufbauenden Kraft unserer Zeit mit seinen künstlerischen Mitteln zu formulieren. Den Weg dazu hatte ihm Käthe Kollwitz gewiesen, als sie ihm im Jahre 1929 die Anregung gab, nach Paris zu gehen. Dieser Aufenthalt wurde für seine künstlerische Entwicklung bedeutsam und hier im besonderen seine Tätigkeit für französische kommunistische Tageszeitungen, die ihn zur täglichen Auseinandersetzung mit den Problemen der Zeit zwang und auch lehrte, künstlerisch treffend vom Standpunkt der Arbeiterklasse aus darauf zu reagieren. Er blieb bis 1949 in Frankreich und beteiligte sich während der faschistischen Besetzung am Widerstandskampf des französischen Volkes.
gutes Exemplar, ordentlich
- Verlag:
- [Berlin] : Akad. d. Künste d. DDR - Leipzig : Museum d. Bildenden Künste
- Artikelnummer:
- L00054261
- Gewicht:
- 400 gr