- Umfang/Format: 6 Bl. : Illustrationen (z.T. farbige) ; 22 cm
ZU DEN ARBEITEN VON RENATE HERFURTH
Zweifellos gehört dem Aquarell die besondere Zuneigung von Renate Herfurth und die Tätigkeit des Aquarellierens könnte als ihre liebste Beschäftigung bezeichnet werden — jedenfalls im künstlerischen Bereich. Die Reize des Malens mit Wasser und fließenden Farben auf angefeuchtetem Papier kostet sie vielfältig aus, ebenso auch das Setzen halbtrockener Farben auf weißen Papiergrund, also gleichermaßen arbeitend mit Flächen oder Punkten verfließender Farbe wie mit Farben, die als Linie sich klar vom Weiß des Papieres abheben.
Damit sind zwei deutlich voneinander unterschiedene und unterscheidbare Arbeitsformen beschrieben. Sie sind aber nicht zuerst bemerkenswert wegen ihrer technisch verschiedenartigen Vorgehensweise bei der Entstehung des Aquarells, vielmehr wegen der tatsächlich sehr unterschiedlichen künstlerischen Haltung, die den Arbeitsvorgang überhaupt auslöst. Es geht also im letzten Sinne um voneinander unterscheidbare geistige Haltungen, um Standorte im gestalterischen Sinne, um „Ortswechsel" innerhalb des Oeuvres. Nicht also die Wanderung von dem einen Ort zum anderen, nicht die räumliche Veränderung als Prinzip des Unterwegsseins, auch nicht die unaufhörliche Suche nach immer anderen und überraschend neuen pittoresken Motiven. Vielmehr geht es um Wandlungsfähigkeit im Zusammenhang des eigenen Schaffens. Dabei soll nicht übersehen werden, daß die Künstlerin ganz offensichtlich Ortsveränderung als Anregung für eigene Arbeiten durchaus schätzt, daß sie gern reist.
Einband leicht berieben, sonst ordentlich und gut erhalten
- Verlag:
- Leipzig : Leipziger Städtische Bibliotheken
- Heft
- Artikelnummer:
- B00060314
- Gewicht:
- 400 gr