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Nr. 40. Henri Rousseau / Werner Jüttner

Gewicht: 0.4 kg

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  • Umfang/Format: 4 Bl. : XVI Seiten Abb.farbige großformatige Abbildungen
  • Erscheinungsjahr: 1967

Kindlich-naiv, einfältig und unberührt von jeder künstlerischen Tradition ist Rousseaus Mal- und Darstellungsweise. Die Themen sind durchaus gegenständlich: Straßenbilder und Landschaften, Porträts und Gruppenbilder, Stilleben und exotische Landschaften, historische Ereignisse und phantasievolle Begebenheiten. Der keineswegs strapaziöse Dienst an den Zollstationen in den Außenbezirken von Paris ließ Rousseau Zeit und Muße genug zum Malen. So entstand um 1880 das Bild Die Zollstation, bei der es sich wahrscheinlich um den Kontrollpunkt am Eingang von Vanves handelt, wie eine alte, noch erhaltene Fotografie aus Rousseaus Zöllnerzeit deutlich macht. Sicher hat Rousseau das Foto gekannt und als Vorlage benutzt, aber es ganz nach eigener Auffassung umgestaltet, indem er alles ohne jede Perspektive in einem flächigen Neben-und Übereinander erscheinen läßt.
Nach einer eigens für diesen Zweck angefertigten fotografischen Vorlage malte der Zöllner Die Kutsche von Vater Juniet (siehe Tafel IX). Die Juniets waren Nachbarn Rousseaus und betrieben einen kleinen Gemüseladen. Vater Juniet war besonders stolz auf den gerade gekauften Apfelschimmel. Das mußte schließlich dokumentiert werden, und so malte Rousseau mit aller Hingabe dieses Pferd und die Kutsche mit der ganzen Familie; selbst die Hunde durften nicht fehlen.
Wir wissen nicht, ob die Auftraggeber — meist kleine Handwerker und Händler des Viertels, in dem Rousseau wohnte —mit den Ergebnissen seiner Malerei restlos zufrieden waren.

gepflegtes Exemplar, nur kleine Lesespuren

Artikelnummer: L00031849
Verlag:
Bastei-Galerie der grossen Maler. - Bergisch Gladbach : Bastei-Verl. Lübbe
Artikelnummer:
L00031849
Gewicht:
400 gr