- Umfang/Format: 92 Bl. : 146 Illustrationen ; 31 cm
- Anmerkungen: 100 Ex. dieses Buches erschienen als signierte u. numerierte Vorzugsausg. mit e. Orig.-Grafik d. K?nstlers.
- Einbandart und Originalverkaufspreis: : sfr 58.00
- Sachgebiet: Bildende Kunst, Kunstgewerbe
Die Veröffentlichung des druckgraphischen Schaffens von A. Thomkins breitet vor dem Betrachter eine Vielzahl unter einander sehr verschiedenartiger Abbildungen aus. Diese Vielfalt steht einer Identifikation des Künstlers mit einem fest zu umreissenden formalen Konzept entgegen. Und doch stellen sich bei genauerem Studium Schwerpunkte heraus, die in einem breit angelegten intellektuellen und künstlerischen Verarbeiten von phänomenalen Beobachtungen und Bemerkungen ein Kräftefeld fundamentaler Interessen um sich anlegen:
Zahlreiche kleine Drucke (Nrn.1-13), die nur in wenigen Abzügen vorliegen, belegen eine locker experimentelle Phase, mittels Strichzeichnung die Ausdrucksmöglichkeiten der Lithographie weiter zu erkunden. Es ereignen sich gestalterische Zufälle, die in Anbetracht ihres unvorhergesehenen Daseins aus der Abstraktion in Assoziations- oder gar Erfahrungsbereiche hineingehoben werden. Als letzte Stufe ergänzender Bearbeitung kann die Zuordnung des Bildtitels gelten, mit dem der Künstler selbst das Ergebnis seines Handelns bespricht. In ihnen entwickelt sich eine Analyse von totaler Abstraktion zur Figuration, wobei gerade die übergänge von besonderem Erkenntniswert sind. Es kommt zu zeichnerischen Etüden in Schraffur, zur Darstellung abstrakter, eminent plastischer Gebilde, die auch architektonische Form annehmen und durch den Titel märchenhaft monumentalisiert werden können, wie beim «temple du capricorne» (Nr. 8). Es tauchen figürliche Motive auf, bis hin zu dem witzigen Blatt mit den Pfeifenköpfen (Nr. 19), die etwas verklemmt die Blicke wenden. Aufrichtigerweise geben einige Drucke auch die Schulung durch Max von Moos zu erkennen, bei dem A. Thomkins in Luzern an der Kunstgewerbeschule 1947 bis 1948 gezeichnet hat.
Grundlagen graphischer Technik gehören zum Rüstzeug der Ausbildung, und die Lithographie hat A.Thom4..is nie aus dem Sinn geschlagen. Er lithographierte eine See-Hafen-Landschaft (Nr. 16), wo natürliche und -architektonische Raumkörper, blanker See und nautische Konstruktionen auf überraschende Weise zueinander in Beziehung treten. Diese optische Verflechtung von Dingen, die gegenständlich nichts miteinander zu
haben müssen, charakterisieren ein grundsätzlich normales Verlangen des Künstlers nach gesteigerter Simultaneität, die sich auch in ersten druckgraphischen .ersuchen durchsetzt: Kaum eine durchgebildete räche, stattdessen Punkte, Striche, Linien, in reicher Registrierung, die als Gruppen gegenständliche Voreeilungen evozieren und dem landschaftlichen Ge-
- samteindruck zuspielen.
gutes Exemplar, ordentlich
- Verlag:
- Zürich : Galerie und Edition Stähli
- Artikelnummer:
- B00069732
- Gewicht:
- 1900 gr