- Ausgabe: 1. Auflage
- Umfang/Format: 491 Seiten : Illustrationen ; 24 cm
- Anmerkungen: Literaturverz. Seiten 461 - 483
- Einbandart und Originalverkaufspreis: kartoniert : DM 68.00
- Sachgebiet: Bildende Kunst ; 64 Sozialgeschichte
Die Genese des Künstlers unterlag in den USA anderen Bedingungen als in den traditionellen Kunstzentren Europas, denn erst nach dem amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865) beginnt sich die gesellschaftliche Stellung des Künstlers als anerkannter Berufsstand zu festigen. Als Formen großbürgerlicher Repräsentationskultur werden Geschmack und Stil in dieser Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs aus den europäischen Metropolen Paris und München importiert. Mit Strategien von Kommunikation, Professionalisierung und Vermarktung inszeniert sich der amerikanische Künstler als erfolgreicher Geschäftsmann und Selbstpromoter und entwickelt sich - den gesellschaftlichen Erwartungen entsprechend - zum Anbieter ästhetischer Serviceleistungen. Die Perfektionierung dieser Funktion und ihr kommerzieller Erfolg werden zum Gradmesser seiner Qualität und professionellen Legitimität. Mit dieser Positionierung des amerikanischen Künstlers, dessen Selbstverständnis sich im 19. Jahrhundert am unternehmerischen Erfolgsethos seiner Zeitgenossen orientierte, erhält das populäre Motto Andy Warhols, »a good business, is the best art«, eine historisch-kulturelle Perspektive.
Im historischen Zeitraffer charakterisiert die vorliegende Studie Modifikationen des Kunst- und Künstlerbegriffs als Ergebnis kultureller Konstellationen in den USA. Beleuchtet wird das Zusammenspiel von sozialer Orientierung und ästhetischer Präferenz in seinen Auswirkungen auf die Rolle des amerikanischen Künstlers, die bis in die Gegenwart hinein wesentlich dem Bild des wirtschaftlich erfolgreichen Selfmademan verpflichtet bleibt.
gutes Exemplar, ordentlich,
- Verlag:
- Dresden : Verl. der Kunst
- Artikelnummer:
- B00069693
- Gewicht:
- 1900 gr