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Kunsthandwerk der Gegenwart : zeitgenössische Arbeiten aus der DDR in der Sammlung des Berliner Kunstgewerbemuseums / Kunstgewerbemuseum. Christiane Keisch. [Bearb. der Biographien: Christine Behrends]

Gewicht: 0.4 kg

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  • Ausgabe: 2., geänd. Auflage
  • Umfang/Format: 166 Seiten : überweiterte Illustrationen ; 28 cm
  • Anmerkungen: Ausstellungskatalog
  • Einbandart und Originalverkaufspreis:
  • Sachgebiet: Bildende Kunst

Einführung
Der vorliegende Katalog ist — bis auf einige Korrekturen — eine Wiederauflage des im Herbst 1989 erschienenen Führers durch die Ausstellung, mit der das fünfzehnjährige Bestehen der Abteilung „Zeitgenössisches Kunsthandwerk aus der DDR" im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin im Ostteil der Stadt, im Schloß Köpenick, gefeiert wurde. 1974 hatte am selben Ort eine erste Ausstellung die Absicht des Museums signalisiert, sich aktiv mit dem kunsthandwerklichen Schaffen der Gegenwart aoseinanderzusetzen. Damit wurde die Position der Museumsleitung revidiert, sich ausschließlich dem Bewahren, Erhalten und Erforschen historischen Kunstgewerbes zu widmen, die zu Anfang des 20. Jahrhunderts eingenommen worden war und über sieben Jahrzehnte beibehalten wurde. Ganz im Gegensatz zu dieser kunsthistorischen Haltung hatte das Museum in den ersten 35 Jahren seiner Existenz mit Ankäufen, Ausstellungen und vielfältigen praktischen Aktivitäten in der vordersten Reihe gestanden, wo es um die Förderung, Ermonterung und kritische Beurteilung des zeitgenössischen Kunstgewerbes ging. Verunsichert durch die um 1900 einsetzende Verurteilung des Historismus, wollte die zweite Generation der Museumsleiter mit der Gegenwort nichts mehr zu tun haben und faßte den genannten Entschluß. Erst um 1970 erkannte man, wie weit man sich damit einerseits vom lebendigen Schaffen abgeschnitten und aus dem Gesichtsfeld der Künstler hinwegbegeben hatte, und wie unvollständig eine Sammlung nun wirkte, die keinerlei Werke besaß, mit denen sich der Stilwille des konstruktiven Jugendstils, des Werkbundes oder der Bauhaus-Werkstätten vermitteln ließ.
Diese Erkenntnis, die ebenso im Ost- wie im Westteil in diesen Jahren reifte, führte nicht nur dazu, Werke des 20. Jahrhunderts, so gut es eben noch ging, nachzukaufen, sondern vor allem auch zur Wiederaufnahme der Beschäftigung mit der Gegenwart, und zwar gleichzeitig im Ost- wie im Westteil der Stadt, in den beiden, durch die Teilung Deutschlands entstandenen Nachfolgeinstituten des Berliner Kunstgewerbemuseums. Während im Westteil der Stadt, in bescheidenem Rahmen zwar, jedoch mit dem Augenmerk auf der gesamten westeuropäischen Entwicklung und bald unter Einbezug von Produkt-Design, international gesammelt wurde, konzentrierte sich die Sammlung im östlichen Berlin, bedingt durch die politischen Verhältnisse auf das, was in der DDR entstand. Zu den Werken der Altmeister des deutschen Kunsthandwerks, deren Stil in den zwanziger-dreißiger Jahren wurzelte, erwarb man hier in wachsendem Umfang Arbeiten jüngerer Künstler, die ihre Maßstäbe nicht im traditionellen funktionsbezogenen Handwerk suchten, sondern sich an der freien Kunst orientierten.
 

Keisch, Christiane (Mitwirkender), Behrends, Christine (Mitwirkender)


gutes Exemplar, ordentlich

Artikelnummer: L00054268
Verlag:
Berlin : Kunstgewerbemuseum
broschiert,
Artikelnummer:
L00054268
Gewicht:
400 gr