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Karl Fettweis : Bilder, Zeichn. ; Ausw. von Arbeiten d. Jahre 1980 - 84 ; d. Katalog erscheint anlässl. d. Ausstellungen Museum d. Stadt Worms, 17.2. - 25.3.1984 ; Galerie Metta Linde, Lübeck, 11.5. - 6.6.1984 ; Kurfürstl. Gärtnerhaus, Bonn

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  • Umfang/Format: 40 Seiten : ueberwiegend Illustrationen (z.T. farbige) ; 30 cm
  • Erscheinungsjahr: 1984

Karl Fettweis läßt es nicht zu, daß Alltagszwänge ihn vom künstlerischen Arbeiten abhalten. Wenn nötig, nutzt er eben auch die Nachtstunden — bis an die Grenzen physischer Belastbarkeit.
Warum malt er — wo doch u.a. ein Leonardo, ein Morandi, ein Calderara und der große Don Baselitz schon alles Wesentliche in der bildenden Kunst ausgesagt haben?
Die Antwort gibt Fettweis selber durch immer wieder neu ansetzende malerische Versuche, sich in seiner höchst eigenen bildnerischen „Sprache" mitzuteilen. Malen ist für ihn, wie schon für seine Vorbilder, die Verwirklichung von Bildgedanken. Diese in Bildzeichen, Komposition und Farbe umzusetzen, ist Mitteilung — so wie es für uns die Sprache ist. Und ebenso, wie unsere Sprache sich ständig überprüft, erneuert, erweitert, verhält es sich ganz ähnlich mit der Sprache der Künstler. Deshalb kann es in der bildenden Kunst — trotz der großartigen Vorbilder — keinen Stillstand geben. Fragen hören nie auf; es müssen immer wieder Antworten gefunden werden.
Parallel zur persönlichen Entwicklung wird auch die Problemstellung im Bildnerischen umfangreicher —oder einfacher...
Die Zweifel, ob er überhaupt etwas mitzuteilen hätte, können für Fettweis also nur mit neuerlichem Arbeiten beantwortet werden.
Arbeiten ist für ihn Er-arbeiten, auch Überarbeiten der bisher gefundenen Bildsprache — in längeren Zeiträumen, soweit es sein Beruf zuläßt.
Wie kommt Fettweis zu seinen Bildideen?
Auch wenn, wie in seinen neuesten Arbeiten, die Bilder ausschließlich aus Farbigkeit und Struktur aufgebaut sind, beruht der Malanlaß auf ganz realistischen Seheindrücken, die malerisch umgesetzt werder verwitterte Farbspuren, Rost, Lichtreflexe z.B.
Damit stehen die abstrakten Bilder in direkter Nachfolge der Bilder, welche Motive wie Gebäude unc Stadtlandschaften beinhalten.
Es gibt auch Anregungen, die auf Beschäftigung mit Vorbildern beruhen, auf dem Verarbeiten von Eindrücken anderer Werke der bildenden Kunst, oder auf der Auswertung von Fotos, die die Funktion eine „Gedächtnisstütze", eines Skizzenbuches übernommen haben.
Fettweis gibt höchst selten einen Hinweis auf solche Anregungen zu seiner Malerei. Am liebsten würc er gar keine Titel geben. Ihm ist es wichtiger, daß der Betrachter selber Assoziationen findet, sich z Denken und Erleben aufgefordert fühlt.
Unter den neueren Arbeiten finden sich Bild-Serien. Sie sind sichtbarer Ausdruck der Lust, eine bestimte Farbigkeit zu variieren, ein Arbeitsmittel oder -material in seinen vielfältigen Möglichkeiten aus: testen, oder sie sind Ergebnisse der Untersuchung von verändertem Format oder Motivausschnitt. An der Phase des Experimentierens läßt Fettweis den Betrachter höchst ungern teilhaben. Erst we eine ablesbare Lösung oder ein Lösungsweg zu erkennen sind, zeigt er auch seine experimente - Arbeiten.
 

gepflegtes Exemplar, nur kleine Lesespuren

Artikelnummer: B00028806
Verlag:
Worms : Museum d. Stadt Worms u.a.
Artikelnummer:
B00028806
Gewicht:
400 gr