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Figürliche Bronzen von der Antike bis zur Gegenwart : Bestandskatalog der Sammlung des Grassimuseums Leipzig, Museum für Kunsthandwerk / Gerd Bekker

Gewicht: 1.9 kg

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  • Umfang/Format: 184 Seiten : zahlreiche Illustrationen ; 27 cm
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: fester Pappeinband : EUR 26.003-910062-06-7 fester Pappeinband : EUR 26.00
  • Sachgebiet: Plastik, Numismatik, Keramik, Metallkunst ; 060 Organisationen, Museumswissenschaft

Die Bezeichnung „Bronzen" wird traditionell als Sammelbegriff für die unterschiedlichsten Kupferlegierungen benutzt. Auch in diesem Katalog wurde im allgemeinen die Bezeichnung beibehalten, obwohl sie häufig nicht korrekt ist, denn spätestens seit der Renaissance wurde ebenso oft Messing für den Guß von Statuetten und Geräten verwendet. Aber nicht immer kann man das Material nach dem Augenschein eindeutig bestimmen, denn die Metallfärbung allein kann täuschen und außerdem ist die Oberfläche bei älteren Stücken fast immer unter Schichten von Patina oder Lack verborgen.
Will man hundertprozentige Gewißheit erlangen, um welche Metallegierung es sich handelt, muß man Materialanalysen ausführen lassen. Da die Untersuchungsergebnisse auch Informationen zu Entstehungszeit und -ort der Objekte liefern können, haben wir im Vorfeld dieses Katalogs von etwa einem Drittel unserer figürlichen Bronzen' Analysen anfertigen lassen. Prof. Dr. Josef Riederer vom -Rathgen-Forschungslabor der Staatlichen Museen zu Berlin hat diese Aufgabe freundlicherweise übernommen und uns anhand seiner langjährigen Erfahrungen vor allem mit antiken Bronzen viele wertvolle Hinweise geben können.
Bei der Auswahl der Arbeiten für diesen Katalog konnte nicht immer eine genaue Trennungslinie zu anderen Sammlungsbereichen gezogen werden und Überschneidungen mußten in Kauf genommen werden, so zu den unedlen Metallen und den Möbelbeschlägen. Einige größere Gruppen von bronzenen Geräten in unseren Beständen sind nicht aufgenommen worden, entweder weil sie nur geringen figürlichen Schmuck aufweisen, wie unsere Mörser, oder weil sie stärkere Bindungen zu anderen Sammlungsgebieten haben, wie die Kußtafeln zu den Plaketten. Beide genannten Gruppen sind außerdem erst vor einigen Jahren in anderen Bestandskatalogen des Museums ausführlich behandelt worden.'
Auf jeden Fall sind in diesem Katalog nur gegossene Bronzen enthalten, also keine Treibarbeiten, es sei denn, daß es sich um eine kombinierte Technik handelt. Desweiteren wurden nur Bronzen europäischen Ursprungs aufgenommen, mit Ausnahme der ägyptischen Antiken und einiger römischer Arbeiten nordafrikanischer oder kleinasiatischer Herkunft. Auf alle übrigen, insbesondere die zahlreichen ostasiatischen Bronzen in unseren Sammlungen, mußte verzichtet werden.
Die Frage von Original oder Nachbildung konnte bei den beschriebenen Bronzen nicht in jeder Hinsicht endgültig beantwortet werden. Nur wenn aus gewichtigen Gründen mit Sicherheit kein Original vorliegen konnte, wurde das betreffende Exemplar den Nachbildungen zugeordnet, ansonsten galt vorerst bei zweifelhaften Stükken der Grundsatz in dubio pro reo.
Reproduktionen, Nachahmungen und Fälschungen von Bronzen sind keine Erscheinungen der letzten zwei Jahrhunderte. Schon in der Renaissance waren zahlreiche Antikenfälscher am Werk und die Bronzegießer bedienten sich ohne weiteres aus allen ihnen erreichbaren Vorlagen, da man keinen Urheberschutz kannte. Aber erst im 19. Jahrhundert konnten mit fortschreitender Entwicklung der Gußtechnik größere Mengen perfekt ausgeführter Kopien auf den Markt geworfen werden.
Ein geschickt ausgeführter Nachguß läßt sich vom Original kaum unterscheiden, obwohl natürlich immer ein bestimmter Schwund auftritt, er ist daher kleiner und besitzt weniger Volumen. Begabte Fälscher können die Patina und den Stil der Ziselierung so täuschend echt nachahmen, daß selbst ausgewiesene Fachleute Schwierigkeiten haben, ihre Produkte als Nachbildungen zu erkennen. Viele Erzeugnisse des 19. Jahrhunderts haben zudem seither auch schon natürliche Patina ansetzen können und zeigen Abnutzungserscheinungen alter Bronzen.
 


gutes Exemplar, ordentlich

Artikelnummer: B00054555
Verlag:
Leipzig : Grassimuseum
Artikelnummer:
B00054555
Gewicht:
1900 gr