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Eduard Bargheer : norddeutsche Landschaftsbilder 1929 - 1939 ; Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum, Kloster Cismar, 31. März bis 27. Mai 1996 / kommentierter Katalog bearb. von Thomas Gädeke. Beitr. von Heinz Spielmann und Dirk Justus

Gewicht: 0.4 kg

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  • Umfang/Format: 80 Seiten : ?berweiterte Illustrationen ; 26 cm
  • Einbandart und Originalverkaufspreis:
  • Sachgebiet: Bildende Kunst

HEINZ SPIELMANN
BARGHEER UND DER NORDEN
In einem Brief, den Alfred Hentzen als Kustos der Kestner-Gesellschaft 1953 im Katalog der von ihm präsentierten Bargheer-Ausstellung veröffentlichte, sagte der damals 52-jährige Maler von sich selbst: „Ich habe im Grunde niemals das verlassen oder vergessen, was den Ausgangspunkt jener Erlebnisse anlangt, die sich von Kind auf in Malerei zur Gestaltung drängten: Mein Leben wurde bestimmt und reich gemacht von der Elbe, dem großen Strom mit seinen Gezeiten, der ganzen Riesenskala seines Temperaments, von der heiteren Gelassenheit eines hellen Sommermorgens an bis zum bösen Toben winterlicher Stürme, die den aufgewühlten Strom in zähnefletschende Untiere verwandelten".1
Kindheit und Kindheitserlebnisse verbanden Eduard Bargheer mit Finkenwerder, das damals noch eine Insel zwischen dem Haupt- und Nebenstrom der Elbe war.2 Das Wasser rundherum erschien ihm wie ein Meeresarm. So ist verständlich, was der Künstler in dem zitierten Brief bekannte: „Himmel, Wasser, Erde, die innige Verwobenheit dieser drei und die überall wiederkehrende Gleichheit, welche ein- und demselben Gesetz unterstand, das war es, was mich erregte und ich überall wiedererkannte, gesteigert noch am Meer, an der Nordsee, wo die gleiche Hand, welche heroische Wolkenmassen bewegte, das Meer zur gleichen Wellenform aufwarf, und ein drittes Mal wiederkehrte in den Formen der Dünenberge. Darüber aber stets, wo viel Wasser war, jenes betörende helle Licht, das den Dingen ihre Schwere nahm und sie weiß bepuderte, ja sogar ihre Lokalfarbe völlig zerstörte zugunsten eines von Himmel und Wasser ausgehenden Farb-Mcdiums".3
Sein Leben lang zog es Bargheer vor, dort zu sein und zu malen, wo ihm das Erlebnis des Wassers und des darüber liegenden Lichts gegenwärtig war. Deshalb lebte er auch im Süden auf einer Insel, auf Ischia; und von dem kleinen Haus in Blankenese, in dem er seine späten Jahre verbrachte und 1979 seine Tage beschloß, hatte er einen Blick auf den von ihm geliebten.Elbstrom.
Über dem späteren Werk Bargheers, das in die Zeit ab 1948 zu datieren ist, das den Expressionismus überwunden hatte und in seiner koloristisch hellen, abstrahierten Gegenständlichkeit breite Anerkennung fand, ist die Malerei seiner frühen Jahre etwas in den Hintergrund getreten. Zwar wurden einzelne Aspekte der Jahre 1923 bis 1940 ausführlicher vorgestellt - insbesondere die Portraits4 - aber die wichtigste Leistung des Frühwerks, die Landschaftsmalerei, fand bislang noch keine umfassendere Darstellung in einer Ausstellung oder in einer Publikation. Diese Lücke sollen Präsentation und Katalog in Kloster Cismar schließen.
 

Spielmann, Heinz (Mitwirkender), Justus, Dirk (Mitwirkender), Bargheer, Eduard (Illustrator), Gädeke, Thomas (Mitwirkender)

gutes Exemplar, ordentlich,

Artikelnummer: B00069945
Verlag:
Cismar : Kloster Cismar
Artikelnummer:
B00069945
Gewicht:
400 gr