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Deckengemälde im Berliner Schloss / Liselotte Wiesinger. Mit einem Beitr. von Goerd Peschken

Gewicht: 2.9 kg

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  • Umfang/Format: 212 Seiten : Illustrationen, graph. Darst. ; 33 cm
  • Anmerkungen: Literaturverz. Seiten 208 - 210 Status nach VGG: vergriffen
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: Gewebe : DM 98.00 3-549-05259-6 Gewebe : DM 98.00
  • Sachgebiet: Bildende Kunst

Die Deckengemälde des Berliner Stadtschlosses sind nicht erst dem politisch-ideologisch motivierten Abriß zum Opfer gefallen, mit dem das bedeutendste Bauwerk des norddeutschen Barocks 1951 einem Aufmarschplatz für Massenkundgebungen weichen mußte. Die Bilder gingen bereits in jener Feuerhölle unter, die im Februar 1945, kurz vor Kriegsende, ein alliierter Luftangriff anrichtete. Das Inferno im Zentrum der deutschen Hauptstadt hinterließ auch vom Hohenzollern-Schloß nur ausgebrannte Mauern.
Glücklichen Umständen ist es zu danken, daß sich heute, trotz des Verlusts, vom farbigen Deckenschmuck der Schloßräume eine Vorstellung gewinnen läßt, die dem einstigen Eindruck der Originale äußerst nahekommt. Ermöglicht wird die Annäherung durch rund 150 Diapositive aus dem Nachlaß des Fotografen Hans Cürlis. Mag schon ihr dokumentarischer Wert mehr als nur nostalgische Beachtung finden, die Reproduzierbarkeit dieser Aufnahmen ein halbes Jahrhundert nach ihrem Entstehen kommt auch einem bemerkenswerten technischen Wunder gleich. So gründet sich der Rang dieses Buches hauptsächlich auf das lange weithin unbekannte, hier erstmals veröffentlichte Bildmaterial aus dem Jahr 1943. Gerade weil es Verlorenes im Detail vergegenwärtigt, farbgetreu und in unversehens überraschender Frische, stellt es zur derzeitigen Diskussion um das Für und Wider der Neuerrichtung des Berliner Schlosses einen wichtigen Beitrag dar.
Goerd Peschkens einleitender Essay beleuchtet unter generellen Aspekten die geschichtliche Rolle der Königsschlösser in Europa. An den Hinweis auf ihre Funktion als herrschaftliche Machtsymbole, zu der das Zeremoniell mit seiner auch in Berlin nachweisbaren Auswirkung auf Baugestalt,
Interieur und künstlerischen Schmuck gehörte, knüpft der Haupttext von Liselotte Wiesinger an. Mit ihrer verläßlichen Beschreibung und Deutung der barocken Dekkenbilder gelingt es der Autorin, das inhaltliche Programm zu rekonstruieren, das den Malereien zugrunde lag. Die Krönungsidee erweist sich darin als der eigentlich bestimmende, alle übrigen Vorstelltingen überlagernde Impuls. Er findet seinen Ausdruck in beziehungsreichen, vielfigurigen Allegorien, aber auch in schlichten heraldischen Motiven, die, wie der schwarze Preußenadler, unverschlüsselt vom Selbstbewußtsein eines jungen Königtums am Anfang des 18. Jahrhunderts künden.
Liselotte Wiesinger, 1917 geboren, lebt in Berlin. Ihr Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und neueren Geschichte an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin schloß sie 1942 mit der Promotion in Marburg ab. 1945 folgte sie ihrem Lehrer Richard Hamann als Assistentin an die Humboldt-Universität. Ein zweites Studium an der Sorbonne in Paris, 1950-53, diente der Vorbereitung auf das Höhere Lehramt, das Liselotte Wiesinger am Französischen Gymnasium in Berlin ausübte, bevor sie sich in einer mehrjährigen Museumstätigkeit wieder der Kunstgeschichte zuwandte. Sie ist Mitarbeiterin einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Monographie des Barock-Umbaus des Berliner Schlosses und seit Jahren auf dessen Innenausstattung spezialisiert. Zu ihren Veröffentlichungen gehört, außer Aufsätzen und Katalogbeiträgen, der Band »Das Berliner Schloß, Von der kurfürstlichen Residenz zum Königsschloß« (1989).
 

Wiesinger, Liselotte (Mitwirkender), Peschken, Goerd (Mitwirkender)

gutes Exemplar, ordentlich

Artikelnummer: B00071782
Verlag:
Frankfurt am Main ; Berlin : Propyläen-Verl.
Das Buch wiegt über zwei Kilo und kann nur als Paket versendet werden (8.90¤ innerhalb Deutschland)
Artikelnummer:
B00071782
Gewicht:
2900 gr