- Umfang/Format: 303 Seiten : zahlreiche Illustrationen ; 32 cm
- Anmerkungen: Literaturangaben
- Einbandart und Originalverkaufspreis: (Buchh.-Ausg.) Gewebe : DM 98.00 3-7701-5043-0 (Buchh.-Ausg.) Gewebe : DM 98.00 978-3-7701-5044-1 (Museumsausg.) kartoniert 3-7701-5044-9 (Museumsausg.) kartoniert
- Sachgebiet: Bildende Kunst
VORWORT UND DANK
»Das fünfte Element — Geld oder Kunst« ist der Titel einer Kunstausstellung, genauer gesagt einer thematisch begründeten Ausstellung mit künstlerischen Mitteln, in der Kunst nicht nur gezeigt, sondern selber als Teil des Themas vorgestellt wird. Die Ausstellung will weder mit geldgeschichtlichen Schausammlungen, etwa in Banken, konkurrieren noch zum Schlendern wie durch einen Kunstmarkt einladen. Sie reicht zwar von den Anfängen des Geldes bis zur elektronischen Datenverarbeitung und enthält auch allerlei Anspielungen auf die Vermarktung von Kunst, aber sie ist, obwohl sehr fragmentarisch, viel umfassender angelegt. In sich komplex, jedoch offen und voller Widersprüche, möglichst anschaulich, dennoch distanziert, funktioniert sie ebenso interdisziplinär wie undoktrinär. Dabei beschränkt sie sich nicht auf künstlerische Arbeiten, die Geld, in welcher Form auch immer, gestalten, darstellen, nachmachen, parodieren oder verschneiden. Ihr Thema, ausgedrückt in der Metapher des »fünften Elements«, ist das, was Kunst und Geld sowohl verbindet als auch trennt: das Vermögen des Menschen, mit Hilfe von Zeichen und Bildern Werte zu schöpfen und Werte zu repräsentieren, mit anderen Worten: der Wirklichkeit habhaft zu werden, sie zu preisen, zu verwerten, zu reproduzieren und zu verändern. Wenn auch die Suche nach der »Quintessenz« jenseits von Erde, Feuer, Wasser und Luft angesichts der rational differenzierten, funktional organisierten und multimedial kommunizierten Wirklichkeit von heute höchstens noch von esoterischem Interesse ist, so haben wir doch nicht aufgehört, uns über das Geheimnis dessen, was die Welt zusammenhält, zu wundern — zumindest in der Kunst.
Die Ausstellung knüpft in gewisser Weise an das mittlerweile legendäre »Museum des Geldes« an, das 1978 in Düsseldorf und Paris Aufsehen erregte. Aber sie setzt andere Akzente und geht gründlicher auf Fragen ein, die damals offengeblieben sind. Wo 1978 in einem halb als »Höhle«, halb als Grabungsstätte gekennzeichneten Raum Beispiele des sogenannten Primitivgeldes mit Arbeiten aus dem Umkreis des Surrealismus vereinigt waren, befindet sich heute ein »Museum der höchsten Werte«: eine Bank von Wertgegenständen in einem Tempel des Schönen und Erhabenen, der an das kulturelle Wertgefüge erinnert, wie es seit dem späten 18. Jahrhundert überliefert ist. Während vor 22 Jahren in einem locker labyrinthischen Nebeneinander künstlerische Beiträge mehr oder weniger konzeptueller Art zu finden waren, die mit Aspekten und Konzepten des Geldes zu korrespondieren schienen, berücksichtigt die jetzige Auswahl von Kunstwerken vielmehr die ökonomisch-technischen Voraussetzungen der künstlerischen Produktion und die kommerziellen Bedingungen des Kunstbetriebs. Standen damals die »Triebstruktur des Geldes« (Kurnitzky) und das Opfer im Zentrum des Inter-
• esses, so konzentriert sich dieses nun auf die »Konversion« (Hörisch) symbolischer und realer Werte an der Schwelle des Medien-Milleniums. Geblieben ist freilich die Spannung zwischen der einst substantiellen, heute prinzipiell hypothetischen Begründung des Geldes und der . phantasmatischen Verwandlung der Körper im Spiegel der Kunst.
Das vorliegende »Lexikon« möchte diese Spannung auffangen. Die dem Textteil bewußt vorangestellte Folge von Abbildungen nimmt die Dinge eher beim Bild als beim Wort und lädt zu einer zwar sprunghaften, für alle möglichen Verknüpfungen offenen, aber dadurch erst...
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Harten, Jürgen (Herausgeber), Ehling, Kay (Mitwirkender)
gutes Exemplar, ordentlich,
- Verlag:
- Köln : DuMont
- Das Buch wiegt über zwei Kilo und kann nur als Paket versendet werden (6.90¤ innerhalb Deutschland)
- Artikelnummer:
- B00069713
- Gewicht:
- 2900 gr