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Bildteppiche in der Eremitage : Prachtstücke d. 15.-16. Jh. / Text v. Nina Birjukowa. [Dt. v. Lotte Elsnerová]. Photogr. W. Forman

Gewicht: 2.9 kg

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Verleger Prag : Artia
Leningrad : Verl. "Sowetskij Chudožnik" Erscheinungsjahr 1965 Umfang/Format 30 S., 102 Bl. ; 4 ISBN/Einband/Preis Bei Vertrieb in d. DDR Lw. : 70.50


Die Sammlung der westeuropäischen Tapisserien in der Leningrader Eremitage wird zu den merkwürdigsten Sammlungen dieser Art in Europa gezählt. Die ersten Tapisserien erschienen in Rußland schon im i. Jahrhundert, die Teppiche flämischer und französischer Herkunft wurden in größerem Maße erst Anfang des 18. Jahrhunderts erworben. Teppiche, die vor der Oktoberrevolution die Zarenresidenz und die Adelspaläste schmückten, stammen vor allem aus dieser Zeit.
Die mittelalterlichen und Renaissancetapisserien erschienen in den russischen Sammlungen erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Damals begannen sich sogleich die Fachleute und Sammler dafür zu interessieren. Zur selben Zeit erwarb auch die Eremitage die ersten Teppiche aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Nach der Revolution kamen noch einige Früharbeiten aus dem von A. L. Stieglitz gegründeten Museum der angewandten Kunst hinzu. Heut besitzt die Eremitage über zwanzig kostbare Teppiche von der Zeitwende des 15. und 16. Jahrhunderts. Einige davon stellen eine wirkliche Seltenheit dar, da sie bisher nie veröffentlicht wurden und im Ausland kaum bekannt sind.
Aus der Kollektion der deutschen Tapisserien fesselt das Interesse vor allem der Teppich „Apostel Thomas und Matthäus", der viele verwandte Züge mit den aus Basel stammenden Tapisserien besitzt.
Die französischen Werke des 15. und i 6. Jahrhunderts sind gleich mit einigen ausgezeichneten Arbeiten vertreten. Darunter sind an erster Stelle zwei Tapisserien von Milfleur aus dem Zyklus „Szenen aus dem Leben der Jungfrau Maria" zu nennen, die für den Bischof Jacques d'Amboise von Clermont bestimmt waren.
Unter den flämischen Teppichen aus dieser Periode ragen die erstklassigen Arbeiten aus dem Zyklus der „Mestrasage", dann die „Schwanenritterfolge" (die an den Stil aus dem Kreis um Jan van Room erinnert) und die kostbare Folge, die nach der mittelalterlichen „Rosenromanfolge" entstanden ist, hervor.
Die Verfasserin dieses Buches, Nina Birjukowa, ist Kustodin der Sammlung westeuropäischer Tapisserien in der Eremitage. Sie beabsichtigt mit dieser Veröffentlichung einen breiteren Umkreis von Liebhabern mit den reichen Sammlungen der Eremitage bekannt zu machen. Der fotografische Teil von den bekannten Kunstfotografen Gebrüder Forman konzentriert sich dann mehr auf die Details, um eine vollkommnere Vorstellung über den wahren Wert des veröffentlichten Materials zu bieten.
 

ordentliches Exemplar, Einband und Buchblock  mit kleinen Lesespuren, Gesamtzustand: gut

Artikelnummer: B00038809
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Artikelnummer:
B00038809
Gewicht:
2900 gr