EINLEITUNG.
Es lag sicherlich nicht in Shakespeares Absicht, als er um 1589 mit „Heinrich VI." zuerst einen Stoff aus der vaterländischen Geschichte bearbeitete, einen ganzen Zyklus von englischen Königsdramen zu schreiben•' indes wird ihm hei der weiteren Beschäftigung mit diesen Stoffen, zu der ihn Innere Neigung und äußere Erfolge drängten, von selbst die Idee der zyklischen Bindung aufgetaucht sein. In der daraufhin entstandenen geschlossenen Reihe seiner Königsdramen hissen sich wiederum zwei Tetralogien erkennen, deren eine, bestehend aus „Richard II.", „Heinrich IV." I. und 2. Teil und „Heinrich V.", Thronerwerb und Regierung des Hauses Lancaster, der „roten Rose", behandelt, während die andere, mit „Heinrich VI." s. bis 3. Teil und „Richard III.", die raten des Hauses York, der „weißen Rose", schildert.
Die Lancaster-Dramen bilden die Krone von Shakespeares nationalen Historien. Reichtum und Mannigfaltigkeit en großen und kleinen Charakteren, gestellt in die Tiefe des englischen Lebens in Stadt und Land, Palast und Schenke, ergeben ein Zeitgemälde von gewaltigem Format. Dazu drangen sich neue bizarre Gestalten in die patriotische Sphäre; eine andere größere Gestaltungskraft spricht aus diesem Gefüge von Ernst und Lachen. Es wird eine Zeitspanne seit der Beendigung des „König Johann" (um 1595) verflossen sein, in der der Dichter solche Höhe erreichte. 1597 ist das wahrscheinliche Entstehungsjahr von Heinrich der Vierte. Erster Teil; 1598 erschien die erste Ausgabe als Quarto ohne Verfasserangabe. Ihr folgen bis 1639 sieben weitere Quartos, rine Reihe, die schlagend die Beliebtheit von Shakespeares neuer Schöpfung beweist. Der zweite Teil mag 1598 entstanden Nein, er erlebte nur eine einzige Quartausgabe. Beide Teile bilden ein Ganzes, fast ein Drama in zehn Aufzügen; sie setzen „Richard II." unmittelbar fort...
Shakespeares sämtliche Werke
gutes Exemplar, ordentlich,
- Verlag:
- Gutenberg Verlag Hamburg
- gebundene Ausgabe,
- Artikelnummer:
- B00065040
- Gewicht:
- 400 gr