- Umfang/Format: 263 Seiten ; 8
- Anmerkungen: Status nach UrhWahrnG: vergriffen
- Erscheinungsjahr: 1956
VORWORT
Viel zu bescheiden, viel zu schlicht klingt der Titel „Kindheit", den Paul Vaillant-Couturier seinen Jugenderinnerungen gegeben hat. Denn es ist die Kindheit eines seltenen und besonderen Menschen, eines Menschen von bedeutenden Gaben und rastlosem Streben, eines Menschen von bezwingender Liebenswürdigkeit und imponierender Tapferkeit, die Kindheit eines wortgewaltigen Volkstribunen und eines stillen, tiefempfindenden Künstlers.
„Vielleicht sind Sie ihm eines Tages begegnet?" Mit dieser Frage schließt der Autor sein Buch, indem er auf den weiteren Lebensweg des kleinen Paul hinweist, den darzustellen ihm das Leben nicht mehr vergönnte. Ich hatte das Glück dieser Begegnung, zuerst 1932 auf dem Friedenskongreß in Amsterdam, dann oft in den Jahren des Pariser Exils, in denen er sich viel um die Sorgen der deutschen Schriftsteller kümmerte, und ich war unter den Hunderttausenden, die seinem Sarg durch die Pariser Boulevards zum Friedhof Pere Lachaise folgten.
Und wieder begegnete ich ihm in dem Buch, das erst nach seinem Tode erschien, das die Zuneigung zu dem Freund und Kameraden noch festigte und den Verlust noch schmerzlicher empfinden ließ, denn nun sah ich den Hintergrund, die Landschaft, die Menschen, das Bildungsgut, die seine Persönlichkeit so strahlend gemacht hatten, sah das lautere Gold in seinem Charakter geprägt vor Augen.
Zwei Pole seiner französischen Heimat vor allem haben ihn formen helfen. Die Stadt Paris, Weltzentrum der Kultur, und die Landschaft an den Abhängen der Pyrenäen, Paradies der Natur. Beide machten ihn weltzugewandt, lebensfroh, kämpferisch, wie den „guten König Heinrich IV.", der vor 300 Jahren von den Pyrenäen auszog und die französische Nation einigte.
gepflegtes Exemplar, nur kleine Lesespuren,Buchblock altersgemäß gebräunt
- Verlag:
- Berlin : Aufbau-Verlag
- Gebundene Ausgabe, Leinen
- Artikelnummer:
- B00070886
- Gewicht:
- 400 gr