- Umfang/Format: 111 Seiten ; 8
- Anmerkungen: Ausg. f. d. DDR
- Einbandart und Originalverkaufspreis: : 4.50
Bremsen quietschen. Der Körper eines Jungen wird zur Seite geschleudert. Noch wenige Atemzüge — dann liegt er still. Ein Unfall, wie er hundertfach vorkommt? Ein sinnloser Tod? „Dein Gesicht, es ist überall ..." Immer wieder tauchen die Züge des Sohnes vor dem Vater auf. Immer wieder durchbrechen ernste und heitere Erinnerungen an gemeinsame Abenteuer, an Gespräche zu zweit die tiefe Betäubung, in die Zorn und Schmerz ihn gestoßen haben. Ernst Herhaus, der dem Sohn seines Freundes Hans Frick die Grabrede hielt, hatte behauptet: „Henri starb an uns." An den Verhältnissen in der Bundesrepublik? An einem gesellschaftlichen System, in dem nur noch „Schläue, Rücksichtslosigkeit und der Verzicht auf jeden unabhängigen Gedanken überleben können"? In die Trauer um den Sohn, in das Gedenken an ihn mischen sich Überlegungen Hans Fricks über sein Leben in dieser Gesellschaft, über seine Aufgabe als Schriftsteller, die ihm sinnlos erscheint, weil sie „keine gesellschaftliche Konsequenz" hat. Nur langsam befreit er sich aus der Enge, in die ihn Leid und Bitterkeit eingeschlossen haben. Er schreibt das Buch „Henri".
geboren 1930 in Frankfurt am Main.
1944 kaufmännische Lehre.
Nach dem Krieg unter anderem Bauhilfsarbeiter, Verkaufsfahrer, Büroangestellter, Vertreter.
Lebt in Frankfurt am Main.
Erster Roman 1965 „Breinitzer oder die andere Schuld". 1967 „Der Plan des Stefan Kaminsky", 1969 „Das Verhör" (Hörspiele), 1970 „Henri".
gutes Exemplar, altersgemäß gebräunt, Gesamtzustand gut
- Verlag:
- Berlin ; Weimar : Aufbau-Verl.
- gebundene Ausgabe,
- Artikelnummer:
- B00056826
- Gewicht:
- 400 gr