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Gabriele : Ein Tagebuch / Elfriede Brüning. [Ill.: Gerda Altendorf]

Gewicht: 0.4 kg

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  • Umfang/Format: 180 Seiten ; 8
  • Anmerkungen: 1957
  • Einbandart und Originalverkaufspreis: : 3.80

Elfriede Brüning (geb. am 08.11.1910 in Berlin, gest. 05.08.2014 in Berlin) verbrachte ihre Kindheit in Berlin-Prenzlauer Berg. Sie und ihre Familie entstammten dem proletarischen Arbeitermilieu. Ihre Mutter Elisabeth, geborene Lorenz, kam aus Prenzlau und hatte fünfzehn Geschwister, von denen nur die vier ältesten am Leben blieben. Mit vierzehn Jahren musste ihre Mutter ‚in Stellung‘ gehen und verdiente sich schließlich in Berlin als Näherin ihren Lebensunterhalt. Dort lernte sie auch den Vater Elfriede Brünings kennen.

Gustav Brüning hatte acht Geschwister und stammte aus dem Dorf Göritz an der Oder und war auf der ‚Walze‘ nach Berlin gekommen. 1918 war er selbstständiger Tischler geworden, musste aber während der Weltwirtschaftskrise sein Gewerbe abmelden und war in der Folge arbeitslos. Die Mutter betrieb nach dem Konkurs eine Leihbücherei. Beide Eltern gehörten der SPD an. 1915 wurde der Bruder Wolfgang geboren, der später, durch Leni Riefenstahl protegiert, als Cutter beim Film arbeitete. Von 1916 bis 1926 besuchte Elfriede Brüning die Schule und erhielt am Königsstädtischen Oberlyzeum die Obersekundareife. Um Geld zu verdienen, musste sie jedoch nach dem ‚Einjährigen‘ abgehen. Sie arbeitete unter anderem als Büroangestellte, als Kontoristin und schließlich als Redaktionssekretärin bei der „Filmtechnik und Filmkunst“, einer Filmzeitschrift der Gewerkschaft der Filmleute. 1926, also mit 16 Jahren, hatte sie bereits begonnen, für Berliner Zeitungen erste kurze Berlinreportagen, Kurzgeschichten und Feuilletons zu schreiben, 1930 schrieb sie auch für große liberale Tageszeitungen, wie das „Berliner Tageblatt“, die „Frankfurter Zeitung“ und die „Vossische Zeitung“. Einige dieser Feuilletons und Reportagen aus sieben Jahrzehnten erschienen wieder 2003 in ihrem Buch „Zeitbesichtigungen“. 1930 wurde sie – politisiert durch die Weltwirtschaftskrise, die Armut in ihrer Familie und ihrer Berliner Umgebung – Mitglied der KPD. 1932 trat sie dem „Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller“ (BPRS) bei, den Johannes R. Becher leitete und zu dem auch Anna Seghers gehörte.

Brüning, Elfriede (Verfasser)

gutes Exemplar, altersgemäß gebräunt, Gesamtzustand gut

Verlag:
Berlin : Verl. Neues Leben
Artikelnummer:
B00070140
Gewicht:
400 gr
Lagerplatz:
A57